Spitzenplatz im Bundesvergleich: Freiberger mit Händlern zufrieden

Eine bayrische Beratungsfirma hat mehr als 900 Kunden in der Kreisstadt nach ihrer Zufriedenheit befragt. Das Ergebnis: Rang 4 unter 132deutschen Kommunen in puncto Freundlichkeit.

Freiberg/Deggendorf.

Im Städte-ranking des bayrischen Privatinstituts für Marketing und Marktforschung MF Consulting haben sich die Freiberger Händler und Gewerbetreibenden deutlich verbessert. Allein in Sachen Freundlichkeit haben sie 25 Plätze gut gemacht und rangieren aktuell hinter Gotha, Neumarkt in der Oberpfalz und Albstadt an vierter Stelle bundesweit - zusammen mit Jena und Ellwangen. Das geht aus dem 2. Freiberger Kundenspiegel hervor, den Firmeninhaber Marc Loibl jetzt für 85 Firmen aus elf Branchen vorgelegt hat.

Für die aktuelle Erhebung seien 908 Personen befragt worden, so der Diplomkaufmann aus Deggendorf, wie zufrieden sie mit der Freundlichkeit, der Beratungsqualität und dem Preis-Leistungs-Verhältnis der Geschäfte und Dienstleister waren beziehungsweise sind. Die Interviewpartner seien zielgerichtet nach Alter und Geschlecht ausgewählt worden, um einen Querschnitt der Stadtbevölkerung abzubilden. "Unter 900 Befragten bleiben wir nie, damit die Ergebnisse auch repräsentativ sind", erläutert er.


In allen drei Kriterien seien Steigerungen gegenüber dem ersten Freiberger Kundenspiegel vor drei Jahren zu verzeichnen gewesen, so Loibl: "Dies ist für Freiberg ein überaus erfreuliches Ergebnis, da nicht alle Untersuchungsorte mit einer positiven Tendenz bei einer wiederholten Untersuchung aufwarten können." Anders als in ähnlich großen Städten seien in Freiberg auch einige Filialisten bei der diesjährigen Studie von den Verbrauchern mehr akzeptiert und mit weitaus besseren Werten versehen worden als noch vor drei Jahren, resümiert der Bayer. "Es ist dennoch auffällig, dass gerade die inhabergeführten Geschäfte in Freiberg zu einem großen Teil wieder überdurchschnittlich gute Werte aufweisen."

Loibl betont, dass die Analyse ohne Auftraggeber und neutral erfolge. Sein Geld verdiene er, indem er branchenspezifische Berichtsbände veräußere; dadurch könnten sich Geschäftsinhaber mit ihren Mitbewerbern vergleichen. Zudem vergebe er Werbe- und Vermarktungsrechte für ein patentiertes Siegel ähnlich der Stiftung Warentest.

Die vierstufige Bewertung von "sehr zufrieden" über "zufrieden" bis "unzufrieden" und "völlig unzufrieden" wird von Interessenverbänden auch skeptisch gesehen. Sie sei wenig aussagekräftig und vermische Branchen wie Kfz-Werkstätten, Banken und Einzelhandel. "Freundlichkeit und Beratungsqualität sind wichtig - egal ob ich mir eine Brille machen lasse oder im Modehaus bin", kommentiert Loibl die Kritik.

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