Stadt kauft einen Hektar für Bauland in Zug

Stadtrat billigt Vertrag mit Anwohnern über reichlich 300.000 Euro

Freiberg.

Der Stadtrat von Freiberg hat am Donnerstag beschlossen, ein reichlich 10.000 Quadratmeter großes Grundstück nahe der Straße Am Daniel im Stadtteil Zug von Anwohnern zu kaufen. Als Kaufpreis wurden knapp 303.000Euro vereinbart. Inklusive der Nebenkosten und Gebühren rechnet die Stadtverwaltung mit Ausgaben von fast 320.000 Euro. Rund 40 Prozent der Fläche gelten als Ackerland, für das ein Preis von 7,51 Euro pro Quadratmeter angesetzt wurde. Der Rest ist Bauerwartungsland und damit erheblich teurer - hier kostet der Quadratmeter rechnerisch 45 Euro.

Das Areal liegt im Bebauungsplan 046 "Wohnbebauung Hauptstraße Stadtteil Zug", dessen Aufstellung der Stadtrat im April vorigen Jahres beschlossen hatte. Der Vertrag ist so gestrickt, dass zunächst eine Anzahlung in Höhe von zehn Prozent erfolgen soll. Der Rest soll dann spätestens bis zum 31. Dezember 2024 fällig werden. Dabei kann die Stadt ihr Ankaufsrecht auch an einen Dritten abtreten, der beispielsweise als Investor für das Wohngebiet auftritt. Insgesamt könnten bis zu 45 Eigenheime errichtet werden.

Die 600 bis 900 Quadratmeter großen Grundstücke sollen mit einer Ringstraße erschlossen werden. Da es bei starken Regenfällen zu Überschwemmungen kommen könnte, soll das Areal geschützt werden. Im Westen des Baugebiets ist vorgesehen, einen knapp 400 Meter langen Graben anzulegen. Im Osten soll ein gut ein Meter hoher Erdwall aufgeschüttet werden. Zudem sind ein Regenrückhaltebecken und ein Stauraumkanal geplant.

Allerdings wird der Vertrag hinfällig, wenn kein Baurecht für das Gebiet geschaffen werden kann.

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