Städtische Vermieterin hat hohe Leerstände

WGF kann Wohnräume nur aus eigenen Erlösen modernisieren

Frauenstein.

Ein hoher Rückstau an Instandhaltungen ist eines der Hauptprobleme der Wohnungsgesellschaft Frauenstein (WGF). Wie Geschäftsführer André Nickol in der jüngsten Stadtratssitzung einschätzte, "ist der Abbau dieses Rückstandes nur den Erfordernissen und finanziellen Mitteln entsprechend möglich". Als Grund dafür stehe die wirtschaftlich nach wie vor angespannte Lage der Gesellschaft. So stehen nach seinen Worten Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von 801.000 Euro zu Buche, die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt als Gesellschafterin betrügen etwa 694.000 Euro. Die WGF hatte im Stadtrat jetzt ihren Wirtschaftsplan für 2019 bis 2022 vorgestellt.

Trotz der wirtschaftlichen Problemlage sei es der Wohnungsgesellschaft in den zurückliegenden Jahren gelungen, die Wohnqualität in neu vermieteten Wohnungen schrittweise zu verbessern. So seien Wohnungen nach dem Auszug der Vormieter hergerichtet worden, um sie in besserer Qualität wieder neu vermieten zu können. Weitere Modernisierungsmaßnahmen und Instandhaltungen an Wohngebäuden sollen laut Geschäftsführer ohne Aufnahme von Fremdmitteln realisiert werden. Im vergangenen Jahr hat die Gesellschaft 350.500 Euro an Mieten eingenommen, in diesem Jahr und den kommenden Jahren sollen diese Einnahmen 352.000 Euro betragen. Den geplanten Einnahmen stehen derzeit Verbindlichkeiten von insgesamt 1,59 Millionen Euro gegenüber.

Im vergangenen Jahr waren laut André Nickol vom Gesamtwohnungsbestand der WGF 73 Prozent der Wohnungen und 77 Prozent der Gewerbeeinheiten im Stadtgebiet vermietet. Laut Bürgermeister Reiner Hentschel sind vornehmlich Wohnungen in Frauenstein selbst gefragt und gut vermietet, in den Stadtteilen sei das eher problematisch. Es werde angestrebt, nicht vermietbare Objekte der Gesellschaft zu verkaufen.

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