Student an Tuberkulose erkrankt

Gesundheitsamt ermittelt über 200 Kontaktpersonen

Freiberg.

An der TU Bergakademie Freiberg gibt es einen Tuberkulosefall. Das haben Hochschule, Stadtverwaltung und Landratsamt bestätigt. Die Infektionskrankheit sei bei einer Person festgestellt worden, die als Student immatrikuliert sei, teilte Tom Göpfert für die Pressestelle der Uni mit. Darüber sei an der TU mit Aushängen in deutscher und englischer Sprache informiert worden. Das Gesundheitsamt des Landkreises habe gemeinsam mit Uni und Studentenwerk über 200 mögliche Kontaktpersonen ermittelt: "Bis Anfang August laufen die Untersuchungen der Kontaktpersonen, beginnend mit dem engsten Umfeld, wie Mitbewohner, Mitstudenten, Lehrkräfte sowie Servicepersonal."

Die betroffene Person sei in Behandlung, erklärt André Kaiser vom Landratsamt. Seit Januar 2019 seien dem Gesundheitsamt vier Tbc-Fälle gemeldet worden, so der Pressesprecher weiter. Im vergangenen Jahr habe es in Mittelsachsen zwölf Tuberkulose-Neuerkrankungen mit 490 Kontaktpersonen gegeben, die untersucht worden seien. 2017 seien es sechs Neuerkrankungen mit 395 untersuchten Personen gewesen.


Tuberkulose wird durch Bakterien verursacht, die zumeist die Lunge befallen, und führt die weltweite Statistik tödlicher Infektionskrankheiten an. Die Patienten haben zunächst kaum Beschwerden, klagen später oft über längeren und andauernden Husten oder Hüsteln, dann auch Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, leichtes Fieber oder Stechen in der Brust. Mediziner sehen ein relevantes Übertragungsrisiko dann gegeben, wenn zu einer erkrankten Person ein direkter Kontakt von mindestens acht Stunden besteht. Übertragen wird die Krankheit somit beispielsweise nicht über Handläufe oder Kleidung. Die Behandlung mit Antibiotika dauert sechs bis neun Monate. (jan)

Bewertung des Artikels: Ø 3 Sterne bei 4 Bewertungen
6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    gelöschter Nutzer
    29.07.2019

    Aber natürlich auch dem Studenten.

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    3
    gelöschter Nutzer
    29.07.2019

    SimpleMan: Oh Ja, da muss ich ihnen leider recht geben. Aber Selbstkritik ist der beste Weg zur Besserung. Ihnen gute Besserung.

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    SimpleMan
    28.07.2019

    Gute Besserung an den Studenten, bei Tuberkulose besteht ja trotzdem Hoffnung, bei einigen Kommentatoren nicht.

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    5
    gelöschter Nutzer
    28.07.2019

    Da kann man nur sagen: danke Frau Murksel. Wir schaffen das.

  • 10
    8
    Lesemuffel
    27.07.2019

    Im Rahmen der Weltoffenheit sollte man an die Wiedereinrichtung der Tbc-Kliniken denken, nicht erst warten, bis WHO oder EU das von Deutschland fordern.

  • 11
    2
    Juri
    27.07.2019

    Prophylaxe!! - Das Wort gehört ausschließlich in die Medizin. Es gab Zeiten, da hatten die so ganz schnell abgeschafften Polikliniken eine Prophylaktische Abteilung, mit einem eigens dafür ausgebildeten und nur dort tätigen Arzt. In Freiberg hatte der seinen Sitz in der Poliklinik Roter Weg.
    Leider ist die Einsicht, eine derartige, lebensnotwendige Vorsorge zu erhalten, besser noch zu erweitern, genau so gestrig, wie die noch immer dort leer stehende Gebäuderuine.



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