Täglich bis zu 15 Camper wollen am Johannisbad Station machen

Der Wohnmobil-Stellplatz am Johannisbad in Freiberg wird in diesem Jahr überdurchschnittlich gut genutzt. Vor allem von Urlaubern aus Bayern.

Freiberg.

Der Stellplatz für Wohnmobile und Caravane am Freiberger Johannisbad wird in diesem Sommer überdurchschnittlich gut genutzt. Das sagte Axel Schneegans, als Stadtwerke-Chef auch für das Johannisbad zuständig. "Üblicherweise besuchen unseren Platz fünf bis sieben Fahrzeuge täglich. Anfang Juli waren 15 bis 20 Fahrzeuge keine Seltenheit", so Schneegans.

"Wir haben Platz für acht bis zehn Gefährte, sodass schon Gäste abgewiesen werden mussten." Inzwischen habe sich die Lage auf einem "erfreulich hohen Niveau" stabilisiert. Die sehr gute Auslastung zeige, dass der Trend hin zu dieser Urlaubsform ungebrochen anhält und die Stadt Freiberg ein attraktives Reiseziel ist. Der Platz punkte mit seiner Altstadtnähe.

Familie Rudolph aus Großenhain ist mit ihrem Caravan zehn Tage auf dem Parkplatz am Johannisbad. "Es ist ideal, das Bad mit seinen sanitären Einrichtungen gleich nebenan zu haben", hebt Annemarie Rudolph hervor. "Außerdem ist man in der Nähe der Altstadt." Rudolphs kommen regelmäßig hierher, weil sie ihre in Freiberg lebenden Kinder besuchen. Obwohl die Gebühren in diesem Jahr angehoben wurden, sei das immer noch ein sehr günstiger Standplatz, befindet Steffen Rudolph. Ganz im Gegensatz zum Schlossplatz, der mit knapp 38 Euro seiner Meinung nach sehr teuer sei.

Bislang sei der Stellplatz am Johannisbad in diesem Jahr rund 500-mal genutzt worden, resümiert Axel Schneegans. Zu Buche stehen 132 Aufenthalte über eine Nacht, 94für zwei Nächte und 26 Aufenthalte mit mehr als sechs Nächten. Schneegans: "Der Reiseverkehr hat mehr als drei Monate geruht. Insofern sind wir mit den Zahlen sehr zufrieden." Im vorigen Jahr zählte die Anlage 1697 Übernachtungen. 2018 waren es 1270 Übernachtungen. Mit Abstand am meisten Urlauber kommen aus Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und Niedersachsen. Bei den Campern aus dem Ausland liegen die Niederländer an der Spitze. Es folgen Besucher aus der Schweiz, aus Italien, Belgien, Großbritannien und Schweden.

Mit Beginn der neuen Saison wurden die Preise für eine Übernachtung von 10 auf 13,50 Euro erhöht, ab zwei Nächten von 7,50 auf 11,50 Euro. Neu ist eine dritte Preiskategorie: ab der sechsten Nacht sind 8 Euro zu zahlen. Strom, Wasser, Abwasser gibt es unverändert mit Münzeinwurf nach individuellem Bedarf der Wohnmobilisten.

Aufgrund der Coronabestimmungen werden Kontaktflächen an den Stationen für Strom und Wasser häufiger desinfiziert, so Schneegans. Reisenden aus Risikogebieten werde die Nutzung des Platzes untersagt. Bisher sei aber kein Gast aus diesen Gebieten angereist. (mit wjo)

www.johannisbad-freiberg.de

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