Tödlicher Unfall mit 557-PS-Mercedes auf A 4 wirft Fragen auf

Nach der heftigen Kollision am Sonntag bei Siebenlehn ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Tötung. Inzwischen steht fest, wer am Steuer saß. Der Fahrer und die Insassen kommen aus dem Erzgebirge.

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 14
    2
    saxon1965
    18.08.2020

    Wer schon einmal ein Fahrsicherheitstraining absolviert hat, der weiß wie schwer es ist ein Fahrzeug, schon bei normalem Tempo, abzufangen, wenn zum Beispiel das Heck ausbricht (Rüttelplatte). Dabei ist man auf diese Situation im Training vorbereitet. Platzt ein Reifen an der Vorderachse ist dies bei weitem nicht so dramatisch. Findet man überhaupt bei einem solchen Schaden heraus, ob ein Reifen davor oder danach geplatzt ist?
    Sehr traurig, dass ein junger Mensch sein Leben ließ! Mein Beileid den Verwandten.

  • 14
    9
    Steuerzahler
    18.08.2020

    Wenn man sich so ein Auto zulegt, warum spart man dann an den Reifen? Es gibt Runflat-Reifen, die zwar nicht ganz so komfortabel, weil härter, sind, aber eben auch bei Druckverlust eine Weiterfahrt ermöglichen. Wer so ein Auto kauft, sollte sich diese leisten können und das eigene sowie das der Mitfahrer sollte es Wert sein.
    Dass dieser Unfall natürlich dazu führt, dass einige Kommentatoren den Fahrer als Raser verunglimpfen ohne zu wissen, wie schnell er war, ist offensichtlich in den Niederungen des menschlichen (Neid-?)Empfindens zu suchen. Wie viele Unfälle und Sperrungen zwischen DD und Chemnitz waren in den letzten Wochen auf LKW zurück zu führen? Auf wie viel km zwischen Chemnitz und DD ist keine Geschwindigkeitsbegrenzung?

  • 42
    3
    Deluxe
    17.08.2020

    Der Begriff Reifenplatzer ist bei den seit Jahrzehnten üblichen schlauchlosen Radialreifen eigentlich fachlich falsch...

    Schläuche platzten früher. Reifen heute platzen in dem Sinne nicht.

    Die Geschwindigkeit wird hier pauschal als hoch beschrieben. Gut, davon war auszugehen. Aber wie hoch konkret?

    Wie absurd solche Fahrzeuge sind, zeigt doch die maximale Höchstgeschwindigkeit von nur 250 km/h. Mit jedem 120PS-Mittelklassewagen knackt man heutzutage die 200 km/h. Bei 557 PS und rundgerechnet 2 Tonnen Leermasse wäre viel mehr drin als 250. Aber das muß bereits abgeregelt werden, um für normale Fahrer überhaupt beherrschbar zu bleiben. Einigermaßen wenigstens...der vorliegende Fall zeigt, daß der Fahrer es eben nicht beherrscht hat.

    Mir reichen im Alltag mehr als 30 Jahre alte 26 PS. Geht auch. Dass 557 PS Spaß machen, ist unbestritten. Aber sie sind nutzlos. Völlig nutzlos in einem so dicht besiedelten und bebauten Land.

  • 41
    13
    Inke
    17.08.2020

    So übel wie das Auto aussieht, hat der junge Fahrer wohl probiert, die A4 für seine Rakete als Teststrecke zu nutzen. Weiterhin traurige Realität auf Deutschlands Raserbahnen. Hatte bei ca.110-130 km/h auch schon einen Reifenplatzer. Es war absolut problemlos zu bewältigen. Herzliches Beileid an die Angehörigen!

  • 30
    2
    Moderator
    17.08.2020

    @herbert50: Vielen Dank für den Hinweis. Tempo 80 gilt seit dem Unfall, weil die Leitplanke erneuert werden muss. Das haben wir im Text präzisiert.

  • 57
    43
    cn3boj00
    17.08.2020

    Gegen wen will die Polizei ermitteln? Da wo auf Deutschlands "sichersten Autobahnen der Welt" (Zitat Scheuer) ohne Begrenzung gerast werden darf macht man sich doch nicht strafbar weil ein Reifen platzt? Will die Polizei gegen Scheuer ermitteln weil er das erlaubt? Nur ein generelles Tempolimit (welches auch solche Autos überflüssig macht) kann hier helfen.

  • 26
    7
    herbert50
    17.08.2020

    Geplatzter Reifen bei Tempo 80? Das kommt öfter vor als man denkt. Vor allem bei Autos, die bis zu 250 km/h erreichen können.

    Es fragt sich allerdings, ob sich Zeugen auftreiben lassen, die kurz vor 4 Uhr den Unfall beobachtet haben. So richtig voll ist Sonntagmorgen die A4 bestimmt nicht.

    Jedenfalls haben die Überlebenden noch Glück gehabt, dass das Wrack überhaupt relativ schnell gefunden wurde.