Ultraleicht zum großen Glück

In Langhennersdorf können sich Flugbegeisterte ab sofort zum Piloten eines Spezialflugzeuges ausbilden lassen. Damit geht nicht nur für die Schüler, sondern auch für den Fluglehrer ein Traum in Erfüllung.

Langhennersdorf.

Schon als kleiner Junge träumte Bolislaw Richter davon, einmal selbst ein Flugzeug zu fliegen. Heute ist er 34 Jahre alt und bringt anderen ebenso Begeisterten das Fliegen bei.

Seit Anfang des Monats betreibt der junge Mann aus Freiberg seine eigene Flugschule für Ultraleichtflugzeuge auf dem Flugplatz in Langhennersdorf. "Bisher wurden vor Ort nur Segelflugzeugführer ausgebildet, nun wird das Spektrum mit meiner Flugschule erweitert", erklärt Richter, der im vergangenen Jahr dem Langhennersdorfer Flieger-Club beigetreten ist und vor kurzem in den Vorstand gewählt wurde.

Seine Lizenz zum Fluglehrer machte Richter, der im seinem "bodenständigen" Leben eine Firma für Film- und Medienproduktion in Freiberg betreibt, im Jahr 2014 und war seitdem als freier Fluglehrer unter anderem in Mohorn tätig. "Ich kann die Fliegerei wirklich nur jedem ans Herz legen. Deutschland ist voll von Flugplätzen und man kann auf einer Tour praktisch überall einen Zwischenstopp einlegen. In nur zwei Stunden kann ich am Meer sein, mich an den Strand setzen und meine Füße in die Ostsee halten", erzählt Bolislaw Richter begeistert.

Derzeit unterrichtet der Fluglehrer drei Schüler. Die Ausbildung, die bereits mit 16 Jahren begonnen werden kann, umfasst 30 praktische sowie 60 theoretische Unterrichtseinheiten. "Je nachdem, wie die Leute Zeit haben, kann die Ausbildung sechs Monate bis zwei Jahre dauern. Da die Ausbildung mit rund 5000Euro kostenintensiv ist, biete ich für Interessierte ein Schnuppertraining an", erklärt Richter.

Diese Chance hat Raik Baldauf aus Linda genutzt. Der 16-jährige Schüler war in dieser Woche für eine theoretische Einweisung auf dem Flugplatz. "Ich fand es wirklich wahnsinnig interessant und würde mich freuen, wenn ich das Geld zusammenbekomme und die Flugschule besuchen kann", sagte er.

Für den 34-jährigen Fluglehrer ist es immer wieder ein tolles Gefühl, die Begeisterung seiner Schüler zu sehen. "Das Leuchten in den Augen, wenn sie das erste Mal selbst am Steuer sitzen, ist immer wieder faszinierend. Besonders aufregend ist jedoch der Moment, wenn die Flugschüler das erste Mal ganz allein vom Boden abheben", weiß Bolislaw Richter. Für ihn sei das ebenfalls ein wahnsinnig spannender Moment, "auch wenn ich mir als Lehrer die Aufregung natürlich nicht anmerken lasse". www.erlebnisflug-sachsen.de

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