Und Kickern ist doch ein Sport

Mit "Daddeln" hat Tischfußball nichts zu tun, sagen jedenfalls die Mitglieder des Vereins "Pinshot".

Es herrscht reges Treiben im Vereinsheim "Abseits" an der Karl-Kegel-Straße. Sobald man den Raum betritt, hört man Gelächter, lautes Jubeln und das Klackern des Kickerballs. Es ist Trainingszeit bei Pin-shot. Den Freiberger Tischfußballverein gibt es seit Sommer 2017. "Begonnen hat alles mit einem einzelnen Kickertisch in meinem Keller", erzählt Vereinsvorsitzender Kevin Möckel. "Das Spielen hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir beschlossen haben, einen Verein zu gründen."

Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Mitglieder und Fans hinzu, sodass die beiden Vereinsmannschaften jetzt regelmäßig an Ligaspielen teilnehmen, und auch eine Reihe Fans angelockt haben. "Ohne unsere Sponsoren wäre das Ganze nicht möglich gewesen. Ihnen verdanken wir vieles", betont Möckel. Der Verein arbeitet ebenfalls eng mit dem Pi-Haus zusammen, um dort seine Jugendarbeit aufzubauen. "Eines unserer Ziele ist die Gewaltprävention bei Jugendlichen. Beim Tischfußball können sie sich auspowern und mal den Kopf frei bekommen", sagt der Vereinschef. Selbst Kinder dürfen schon mitkickern.


Der fünfjährige Moritz Preißler ist von klein auf mit dem Tischfußball aufgewachsen. "Ich mag es gerne, Tore zu schießen", sagt das Kindergartenkind, während es auf einer Limokiste stehend dabei ist, ein Spiel gegen einen Erwachsenen zu gewinnen. "Wenn ich viel übe, kann ich bald so gut sein wie die Großen", verkündet Moritz.

Trotz des Spaß es gibt es viele Kontroversen um die Sportart. Für viele Menschen ist Tischfußball ein Vergnügen und kein harter Sport. Die Pinshot-Mitglieder sind jedoch ganz anderer Meinung. "Das, was wir hier machen, hat nichts mit daddeln zu tun", sagt Katharina Schönberger. "Bei uns wird professionell gespielt." Und Kevin Möckel fügt hinzu: "Kickern ist ein Denksport. Das Spiel erfordert viel Konzentration." Auch an körperliche Grenzen gelangen die Spieler. "Nach einem Turniertag ist man fix und fertig und hat Muskelkater", steuert Norman Rahmig bei. "Wer anderer Meinung ist, soll das Spiel erst einmal selbst ausprobieren", fügt er an.

Die Mitglieder trainieren jeweils mittwochs und freitags ab 19 Uhr im Vereinsheim. Ebenfalls bietet der Verein eine sogenannte "Draw-Your-Partner" Turnier-Serie an, bei der Spieler gegen einen zufällig gelosten Partner antreten. Die nächsten Termine sind am 15. Februar und 15. März ab 19 Uhr im Vereinsheim "Abseits". Weitere Informationen gibt es auf der Facebook-Seite oder der Homepage des Vereins: https://pinshot-freiberg.de/

Täglich daheim statt der Wochen-end-Papa sein: Tobias U. Müller, neun Jahre Leiter des Vogtländischen Freilichtmuseums Landwüst, zieht seiner Familie nach. Vorige Woche hatte der 42-jährige, aus Weischlitz stammende Familienvater seinen letzten Arbeitstag im oberen Vogtland, am 1. Februar fängt er als Kurator am Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg an. Von hier aus sind es täglich gut 40 Minuten nach Pesterwitz bei Freital, wo Müller mit seiner Frau und den drei Kindern im Alter von ein bis sieben Jahren lebt. Eine Entscheidung für die Familie, die länger gereift ist, so Müller. Neun Jahre lang war er Museumsleiter in Landwüst. Sachlich, kompetent, Akzente gesetzt - diese Worte fielen an Müllers letztem Arbeitstag in Landwüst häufiger. (mit hagr)

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