Vorsorge für Schwangere läuft weiter

Gynäkologin will für ihre Patientinnen da sein

Niederwiesa.

Damit hatte niemand rechnen können. Eigentlich war der Wechsel in die Selbstständigkeit für Katja Tittmann (Foto) Aufregung genug. Anfang Januar hatte sie in Niederwiesa die Frauenarztpraxis von Elke Sättler übernommen, die nach fast 30 Jahren in den Ruhestand gegangen war. Nun also Corona und damit gleich die nächste Herausforderung, vor die sie mit ihrem Team gestellt wird.

Die Krise meistern, heißt es jetzt. "Zunächst war ich noch relativ entspannt, aber vor einer Woche hat es uns doch auch überrollt", sagt die 40-Jährige. Dennoch werde die Sprechstunde vorerst normal weitergeführt - so wie bei ihren Berufskollegen auch. "Am Eingang haben wir einen Desinfektionsmittelspender angebracht, die Patientinnen sollen im Wartezimmer weit auseinander sitzen." Und solche, die bereits Erkältungssymptome aufweisen, sind angehalten, telefonisch abzusagen. Die Schwestern würden ständig Türgriffe und Oberflächen desinfizieren. Bis jetzt hätten nur wenige Patientinnen ihren Termin wegen Bedenken abgesagt, aber die Verunsicherung ist groß. "Viele rufen an, um zu fragen, ob sie denn überhaupt kommen können, und es werden derzeit weniger Termin für die nächsten Wochen vereinbart", sagt die dreifache Mutter. Gerade aber Schwangeren empfiehlt sie, weiterhin die Vorsorgetermine in einer kleinen Praxis wahrzunehmen. "Ich würde meine schwangeren Patientinnen nur ungern in eine große Klinik schicken wollen, wo die Ansteckungsgefahr noch höher ist." Sie hofft, weiterhin für alle in ihrer Praxis da sein zu können.


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