Wehrleiter vergibt gute Noten für Einsatztaktik und Miteinander

Feueralarm im alten Kulturhaus Naundorf - dass es eine Übung ist, erfuhren die 60 Kameraden erst am Einsatzort.

Bobritzsch-Hilbersdorf.

Die Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf kann stolz auf ihre fünf Ortswehren sein. So lautet das Fazit von Gemeindewehrleiter Uwe Krause nach der unangekündigten Einsatzübung am frühen Dienstagabend am ehemaligen Kulturhausgebäude in Naundorf. Dort wurde ein Brandfall mit Menschenrettung simuliert. Für die realistischen Bedingungen sorgten Feuertonnen, welche die Deutsche Solar zur Verfügung gestellt hatte, sowie Nebelbomben aus Weco-Produktion. In der Auswertung des gut einstündigen Einsatzes gab es für den Wehrleiter fast nichts zu bemängeln.

Alarmierungszeit: 17.24 Uhr wurde über die Feuerwehrleitstelle Alarm ausgelöst. Über Sirenen und SMS-Alarmierungssystem wurden die Kameraden gerufen. 17.33 Uhr traf die Ortswehr Naundorf ein, drei Minuten später das erste Auto aus Hilbersdorf. 17.38 und 17.42 Uhr waren beide Fahrzeuge aus Niederbobritzsch vor Ort, eine Minute später kam der zweite Wagen aus Hilbersdorf. 17.45 Uhr traf Sohra ein, eine beziehungsweise drei Minuten später beide Autos aus Oberbobritzsch. "Eine sehr gute Zeit von allen Wehren", so Uwe Krause. Denn: Die Kameraden müssen erst von zu HauseoderderArbeitweg. Mannschaftsstärke: Insgesamt waren 60 Kameraden bei der Übung im Einsatz. "Alle Fahrzeuge waren vollzählig besetzt", konstatiert der Gemeindewehrleiter. "Damit zeigt sich, dass eine ständige Einsatzfähigkeit gewährleistet ist." Generell sei in der Alarm- und Ausrückordnung alles so geregelt, dass zu jeder Zeit genügend Einsatzkräfte ausrücken können.

Einsatzorganisation: Zunächst wurden zwei Abschnitte, ein oberer und ein unterer, gebildet. Auch wurden die Aufgaben wie Innenangriff, Menschenrettung, Brandbekämpfung, Aufbau der Wasserversorgung, zentrale Atemschutzüberwachung, Errichtung eines Sperrriegels zum angrenzenden Wohngebiet, Beleuchtung oder Verletztenversorgung verteilt. "Im Ablauf gab es zwar kleinere Fehler, aber dafür ist eine solche Übung ja da, um sie zu erkennen", erklärte Uwe Krause. "Insgesamt lief es sehr gut bei allen Wehren."

Wasserversorgung: Die meisten Fahrzeuge führten Wasser für den Erstangriff mit sich. Eine stabile Versorgung wurde über zwei Hydranten gesichert. Vorab informierte man den Wasserzweckverband, der für mehr Wasserdruck sorgte.

Menschenrettung: Die Rettung dreier Personen lief reibungslos. Sie wurden intensiv gesucht und zeitnah gefunden. Dass sie sich im Gebäude aufhalten, erfuhren die Kameraden erst vor Ort. 18.05 Uhr war die Rettung abgeschlossen.

Fazit: "Natürlich muss immer wieder geübt werden", so Uwe Krause. "Doch vor allem bei der Einsatztaktik, der Technikbeherrschung und der Zusammenarbeit der Wehren untereinander hat alles sehr gut funktioniert." Der Übungseinsatz konnte 18.30 beendet werden.

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