Wie die Feuerwehr Nachwuchs findet

In Rechenberg-Bienenmühle wird großer Wert auf die Ausbildung neuer Mitglieder gelegt. Das hat sich sogar bis zu den Jüngsten herumgesprochen.

Rechenberg-Bienenmühle.

85 aktive Mitglieder, darunter 10 Frauen, zählt die Gemeindewehr in Rechenberg-Bienenmühle. Sieben Einsatzfahrzeuge stehen zur Verfügung. "Damit sind die drei Ortswehren in Rechenberg-Bienenmühle, Clausnitz und Holzhau personell zu jeder Zeit einsatzbereit", erklärt Gemeindewehrleiter Nico Liebscher.

"In den vergangenen Jahren brannte es zum Glück relativ wenig", so Liebscher weiter. Doch die Wehrmitglieder seien trotzdem ständig unterwegs gewesen. "So wurden wir zu Sturmschäden, Schneebruch, Ölspuren, Trockenheitsbränden oder zu einigen schweren Unfälle gerufen", berichtet Nico Liebscher, der seit 2010 Gemeindewehrleiter ist.

Zudem seien die Feuerwehren Partner der Vereine in den Orten und spielten im Dorfleben eine große Rolle. Die Mitglieder der Clausnitzer Feuerwehr helfen zum Beispiel beim Weihnachts- und Jahrmarkt mit. Jedes Jahr am 3. Oktober organisieren sie eine Kinderveranstaltung mit Lampionumzug.

Als ehrenamtliche Kassierer betätigen sich die Kameraden der Holzhauer Feuerwehr im Winter. Vor allem bei Sportveranstaltungen sammeln sie an den Parkplätzen die Parkgebühr ein, tanken die Dampfloks bei den Sonderzugfahrten mit Wasser auf und führen das traditionelle Osterfeuer am Ostersonntag durch. In Rechenberg gibt es seit fünf Jahren einen rustikalen Wildschweinschmaus, den die Feuerwehr organisiert. Zudem haben die Brandschützer beim Weihnachtsmarkt einen eigenen Stand und fahren bei vielen Veranstaltung ihre Gulaschkanone auf.

Der 37-jährige Nico Liebscher aus Holzhau stammt aus einer Feuerwehrfamilie. "Vater, Mutter, Opa, Cousin und Onkel - alle sind sie oder waren bei der Feuerwehr", erzählt er nicht ohne Stolz.

Stolz ist er aber auch darauf, dass es seit vielen Jahren in allen drei Ortsteilen eine aktive Jugendfeuerwehr gibt. In Holzhau wird sie von Eckardt Liebscher, dem Vater von Nico Liebscher, und Jürgen Kowal geleitet wird. "Die Jungs sind schnell zu begeistern. Man muss sich aber immer etwas Interessantes für ihre Ausbildung einfallen lassen", erzählt Eckhart Liebscher. Schließlich sei es der Nachwuchs für die aktive Wehr.

Die Clausnitzer Feuerwehr schwört auf ihre Bambinis. Die fünf- bis achtjährigen Mädchen und Jungen treffen sich regelmäßig unter der Leitung von Ines und Gerd Döring sowie von Kathrin und Martin Stebel. "Mit interessanten und sportlichen Angeboten erfüllen wir den Bewegungsdrang und die Wissbegierde der Kinder, um sie bei der Stange zu halten", erzählt Martin Stebel. Deshalb gebe es für jedes Zusammentreffen ein neues abwechslungsreiches Programm.

"Es wäre falsch, zu behaupten, dass wir für unsere drei Wehren nicht werben müssen. Aber in vielen Familien ist das Feuerwehrfieber ausgebrochen, meist sind mehrere Familienmitglieder bei uns aktiv", so der Gemeindewehrleiter. Neue Mitglieder finde man meist durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Am Herzen liegen Nico Liebscher zudem die 25 Kameradinnen und Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung. Sie hätten viele Jahre in Holzhau, Rechenberg-Bienenmühle und Clausnitz ihren Dienst versehen.

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