Wo in Freiberg gebuddelt wird

Der Meißner Ring ist seit Dienstag bis Ende Juni gesperrt, weil am Abwasserkanal gebaut wird. Auch an anderen Stellen in der Kreisstadt gibt es Verkehrsbehinderungen.

Freiberg.

Autofahrer müssen sich in den nächsten Wochen in Freiberg mit Geduld wappnen. Am Dienstag ist der Meißner Ring zwischen der Winkler- und Halsbrücker Straße voll gesperrt worden. Am gleichen Tag haben auch die Arbeiten am ersten Bauabschnitt der Humboldtstraße zwischen der Berthelsdorfer Straße und der Stollnhausgasse begonnen; auf der Berthelsdorfer Straße gibt es laut Stadtverwaltung bis Ende Mai Einschränkungen.

Dazu kommen weitere Straßenbaustellen - ein Überblick:


Meißner Ring: Die wichtige Altstadt-Umfahrung vom und zum Autobahnzubringer B 101 (Leipziger Straße) bleibt voraussichtlich bis zum 21. Juni voll gesperrt, wie die Freiberger Abwasserbeseitigung mitteilt. Der Eigenbetrieb der Stadt lässt am Meißner Ring 8 seit Dienstag nach Ostern die Stadtgrabenschleuse erneuern. Der Bau- und Betriebsausschuss des Stadtrates hatte für den ersten Bauabschnitt der Mischwasserkanalisation im Februar vorigen Jahres 478.000 Euro freigegeben - das waren fast 300.000Euro mehr, als die Freiberger Abwasserbeseitigung ursprünglich für das Projekt veranschlagt hatte. Zu zusätzlichen Behinderungen kommt es, weil auch an der Umleitungsstrecke gegenwärtig gebaut wird: Während der Sanierung der historischen Ringanlagen ist die Schillerstraße (Bundesstraße 173) in Richtung Chemnitz teilweise auf eine Fahrspur eingeengt. Hintergrund dafür ist, dass Abschnitte des Gehwegs entlang der Bundesstraße zurückgebaut werden. Diese Arbeiten sollen Ende Mai abgeschlossen sein.

Humboldtstraße: Voraussichtlich bis zum 25. Oktober wird der erste Bauabschnitt zwischen der Berthelsdorfer Straße und der Stollnhausgasse grundhaft ausgebaut, Abwasserkanal, Trinkwasser-, Erdgas- und Stromleitungen werden erneuert. Im nächsten Jahr sollen etwa zur gleichen Zeit der zweite und abschließende Bauabschnitt bis zur Bahnhofstraße folgen. Während der Bauarbeiten ist die Straße voll gesperrt. Der Stadtrat hatte den Straßenbau Anfang April an die Andreas Adam GmbH aus Sayda vergeben; allein für das 240 Meter lange, erste Teilstück wird mit Kosten von rund 655.000 Euro gerechnet. Bis etwa Ende Mai ist die Befahrbarkeit der Kreuzung Humboldt-/Berthelsdorfer Straße eingeschränkt, heißt es aus dem Rathaus: Der Verkehr werde nur aus Richtung Käthe-Kollwitz-Straße in die Dammstraße und umgekehrt möglich sein. Eine Befahrung in Richtung Zentrum sei aufgrund der gleichzeitig stattfindenden Deckensanierung in der Berthelsdorfer Straße zwischen Humboldt- und Schönlebestraße nicht möglich.

Kleine Hornstraße: Die Parallelstraße zur Bundesstraße 173 wird seit Anfang April bis voraussichtlich Ende Oktober 2019 zwischen Wasserturmstraße und Pfarrgasse (Donatsturm) ebenfalls grundhaft ausgebaut. Für die 295 Meter lange Baustelle sind etwas mehr als 1,1 Millionen Euro veranschlagt.

Silberhofstraße: Der Baubeginn für das dritte und letzte Teilstück vom Bertholdsweg bis zur Dammstraße ist vorerst auf den 13. Mai verschoben - ursprünglich sollte es bereits am Dienstag nach Ostern weitergehen. Als Grund für die Verzögerung wird die Umleitung für die Stadtbuslinie D genannt, die wegen der Bauarbeiten auf der Kreuzung von Humboldt- und Berthelsdorfer Straße erforderlich ist. Nun sollen bis Anfang November 2019 auf etwa 380 Metern Länge gemeinsam mit der Fahrbahn sowohl die Kanalisation als auch die Strom-, Gas- und Trinkwasserleitungen hergerichtet werden. Allein für den Straßenbau wird mit Ausgaben von 565.000Euro gerechnet.

Forstweg: Der dritte und letzte Bauabschnitt zwischen der Karl-Günzel- und der Karl-Kegel-Straße soll bis Mitte Oktober fertiggestellt sein. Das 335 Meter lange Stück der Achse durch das Wohngebiet Wasserberg ist mit Kosten von 655.000 Euro für den Straßenbau veranschlagt.

Untermarkt: Die Arbeiten von der Geschwister-Scholl-Straße bis zur Meißner Gasse sind aufgrund der Entdeckung von Altbergbauanlagen in Verzug. Zugleich wird die westliche Umfahrung (Domseite) inklusive der Untergasse bis September hergerichtet. 190 Meter Straßenbau kosten reichlich eine Million Euro.

Rosinenbach: Die Offenlegung des Gewässers im Stadtteil Zug einschließlich der Erneuerung der Regenwasserkanalisation in der Frauensteiner Straße zwischen Lindenallee und Rosinenbach soll Ende Mai 2019 beginnen und ein Jahr dauern. Der Baustart verschiebe sich um etwa zwei Wochen, so die Mitteilung aus dem Rathaus, weil statt des Ausschusses der Stadtrat entscheiden müsse.

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