Hartmannsdorfer Firma investiert in zwei neue Hallen

Der Gewerbepark soll erweitert werden. Ein Unternehmen nimmt dafür rund zwei Millionen Euro in die Hand. Auch ein Problem mit Anwohnern soll geklärt sein.

Hartmannsdorf.

Sieben große Hallen stehen bereits auf dem Gelände an der Bahnhofstraße in Hartmannsdorf. Eigentümer ist das Unternehmen GPH Gewerbepark. Die Firma vermietet die Hallen an andere Unternehmen und hält Stellplätze für Nutzfahrzeuge und Wohnmobile bereit. Nun ist eine Erweiterung geplant. Wie Inhaber Christian Hefele sagt, soll das Areal mit einer Größe von rund 50.000 Quadratmetern gegenüber dem ehemaligen Steinbruch vergrößert werden.

In das Vorhaben will Hefele nach eigenen Angaben zwei Millionen Euro investieren. Sobald die Baugenehmigung vorliege und Mieter gefunden sind, könne es losgehen. Er strebe einen Baubeginn im Oktober und die Vermietung ab 2019 an.

Der Hartmannsdorfer Gemeinderat hatte dem Bau der neuen Hallen in der jüngsten Sitzung zugestimmt. "Es spricht nichts gegen diese Art der Flächennutzung auf dem Grundstück", erklärt Hauptamtsleiter Sven Weiser. Auch optisch habe sich nach Ansicht der Gemeinderäte das Gewerbepark-Areal in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Ein leer stehendes ehemaliges Mühlengebäude unweit der früheren Bahnlinie will Investor Hefele noch abreißen, versichert er. Das letzte Wort beim Bauvorhaben habe allerdings das Landratsamt. Dort habe er den Bauantrag gestellt und warte auf die Genehmigung, sagt Hefele.

Laut Kerstin Leibelt, die als Immobilienverwalterin vor Ort tätig ist, sind die vorhandenen rund 12.000 Quadratmeter Fläche in den Lagerhallen im Gewerbepark vermietet. "Die Lage unweit von Chemnitz und nahe einer Anschlussstelle an die Autobahn 72 ist günstig. Die Beliebtheit und Attraktivität nimmt durch den Bau der Autobahn nach Leipzig noch zu", sagt Hefele. Eine der neuen Hallen, fast 1800 Quadratmeter groß, sei bereits projektiert. Über Details und Ausstattung werde allerdings erst entschieden, wenn der Nutzer feststehe.

Seit rund 20 Jahren baut und modernisiert der im Raum Ulm lebende Unternehmer auf dem Areal. Vier Hallen und ein weiteres Gebäude standen bereits, als er für einen Mühlenbetrieb seiner Familie das ehemalige Getreidelager Anfang der 1990er-Jahre von der Treuhand kaufte. 1997 sei die Umnutzung in einen Gewerbepark erfolgt, berichtet er. Nach und nach belegten Gewerbebetriebe und Speditionen die angebotenen Lager- und Stellflächen. Als die Nachfrage stieg, habe er 2010 eine Halle 5 mit einer Grundfläche von 2400 Quadratmetern gebaut. Diese sei komplett an einen Verpackungsmittelhersteller aus Chemnitz vermietet.

2017 folgten die Hallen 6 und 7. Jetzt plant er den Bau der Hallen 8 und 9. Rund 40 Firmen und Gewerbetreibende aus unterschiedlichen Branchen sind nach Angaben von Verwalterin Leibelt aktuell Mieter. Zudem stellten Transportunternehmen Fahrzeuge auf dem eingezäunten und von einem Wachschutz kontrollierten Gelände ab.

Die alten Hallen seien modernisiert worden, die neuen würden unter anderem mit Rolltoren, Fluchttüren, Dämmung, zeitgemäßen Beleuchtungslösungen und Lichtbandsystemen ausgestattet, schildert Christian Hefele. Auf den Dächern seien Photovoltaikanlagen installiert, die Strom produzieren und ans Netz abgeben. Umweltbelastungen seien reduziert worden, ergänzt er. So seien vorgebrachte Sorgen zu Immissionen, wie etwa Verunreinigungen durch Arbeiten mit Tierhäuten unbegründet, weil Abscheider Rückstände aus dem Abwasser entfernen, erläutert der Investor.

Ein anderes Problem auf dem Gelände soll nun geklärt sein. Anwohner von angrenzenden Grundstücken hatten die Firma dafür verantwortlich gemacht, dass bei Starkregen Wasser vom Firmengelände ungebremst in den Brauselochbach fließt und dieser dann überläuft. Überschwemmungen der Grundstücke seien die Folge.

Das Regenrückhaltebecken im Gewerbepark sei in diesem Jahr erheblich vergrößert worden, sagt Christian Hefele. Dadurch könnten Wassermassen bei Starkregen besser aufgefangen werden. "Anwohner im Wohngebiet an der Oststraße müssen nun nicht mehr befürchten, dass es zu einem Rückstau kommt", sagt Hefele. Auch größere Mengen könnten nun sicher zurückgehalten und langsam an den Bach abgegeben werden.

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