Woher hat die Teewurst ihren Namen?

(Diese Frage hat Gotthard Lang aus Breitenbrunn gestellt.)

Zur Herstellung von Teewurst werden mageres Schweinefleisch, Schweinebauch und mageres Rindfleisch gemeinsam durch Wolfen und Kuttern fein zerkleinert. Anschließend würzt man die Masse typischerweise mit Pökelsalz, Pfeffer, edelsüßem Paprika, Mazis und Wacholderrum. Es ist also kein Tee in der Wurst. Noch nicht mal der Darm ist damit gefärbt, obwohl man das bei dessen dunkler Farbe meinen könnte. Aber es gibt verschiedene Rezepturvarianten, in denen noch Kardamom, Rosenpaprika, Weißer Pfeffer, Ingwer und Honig stecken können, kalt geräucherter Speck, roher Speck oder Flomen. Die Wurst wird für gewöhnlich in rund vier Zentimeter dicke Kunstdärme abgefüllt und nach rund zwei Tagen Reifezeit kalt geräuchert.

Um den Namen rankt sich die Legende, dass die Teewurst ursprünglich im pommerschen Rügenwalde (heute Darłowo in Polen) vor etwa 115 Jahren erfunden und damit bestrichene Brote als deftiger Snack zum Nachmittagstee gereicht wurden. So, heißt es, habe sich nach und nach der Name Teewurst auch außerhalb von Rügenwalde eingebürgert. Belegt ist diese Geschichte jedoch nicht. Es kann sich auch um eine von den Herstellern geschaffene Legende handeln. Andere Quellen besagen, dass man mit dem Attribut "Tee" an "hochherrschaftliche englische Gebräuche" habe erinnern wollen. (tk)

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