Adorf: Ex-Fabrik an B 92 soll weg

Das Mehrfamilienhaus Oelsnitzer Straße 11 ist einsturzgefährdet. Die Stadt stellt sich hier eine Gewerbefläche vor.

Adorf.

In Adorf soll perspektivisch ein ehemals stadtbildprägender Bau verschwinden: Das frühere Fabrikgebäude Oelsnitzer Straße 11 - direkt an der Ortsdurchfahrt der B 92. Das auf der Straßenseite gegenüber der Firma Holzkellner stehende Mehrfamilienhaus einschließlich Nebengebäude steht seit 2003 leer. Der Gutachterausschuss des Vogtlandkreises kam Mitte Juli zu einem schlimmen Befund: Baulicher Zustand sehr schlecht, es besteht Einsturzgefahr. Adorfs Bürgermeister Rico Schmidt (SPD) konkretisiert: Große Einregnungen ins Haus, rückwärtig bereits Teile des Dachs eingebrochen, Decken durch. Vor einer Notsicherung am Haus war hier bereits zeitweise eine Fußwegsperrung nötig. Der Stadtrat soll nun den Weg frei machen für einen Abriss der Immobilie. Dazu hat der Technische Ausschuss des Rates empfohlen, das Gebäude in den Fachteil Brachen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts aufzunehmen. Ein entsprechender Ratsbeschluss - geplant zur Sitzung am 3. November - ist Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln. Eine Nutzung des Areals an der Bundesstraße hat Rico Schmidt auch schon im Auge. "Perspektivisch ist das eine schöne Gewerbefläche", schätzte er ein.

55 Kommentare
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  • 4
    0
    Tauchsieder
    17.10.2020

    ... wie konnt ich nur "Malleo".

  • 9
    0
    Malleo
    17.10.2020

    Tauchsieder
    ...nicht vergessen Radwegrückbau!!

  • 7
    0
    Tauchsieder
    17.10.2020

    Außer Schwarzbauten mit zu finanzieren, fällt der Stadt nichts ein.
    Armutszeugnis!

  • 6
    1
    Bobby2016
    17.10.2020

    ES gibt soviel Ruinen in Adorf. Vielleicht haben die jungen Leute der TU wieder einen geistreichen Einfall,sowie auf kaputte Häuser Glaskuppeln zu bauen. Oder ein Hostel in Adorf! Reist es weg und baut noch einen Supermarkt,dass die Innenstadt noch mehr ausstirbt. Der Marktplatz ist ja schon ein Ort zum fürchten.

  • 9
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    Asser
    17.10.2020

    Erst Jahrzehnte verwahrlosen lassen und dann abreisen.
    Der Stadt fällt wie wie früher auch nichts dümmeres ein.
    Ein altes Rezept wie in der DDR