Eichigt muss Reichensteuer zahlen

Eichigt.

Der Gemeinde Eichigt geht es in diesem Jahr finanziell so gut, dass sie erstmals die sogenannte Reichensteuer zahlen muss. Grund sind hohe Steuererträge der vergangenen Jahre. Deshalb erhält die Gemeinde dieses Jahr 0 Euro Schlüsselzuweisung vom Freistaat und muss gar noch 6300 Euro Ausgleichsumlage zahlen. Davon gehen 2060 Euro an den Kreis, der Rest an das Land. Im laufenden Jahr setzt sich der positive Trend fort. "Es sieht super aus. Uns geht es ausgezeichnet", resümierte Kay Wasilewski, in der Stadtverwaltung Oelsnitz für die Finanzen der Landgemeinden zuständig, die Eichigter Geldsituation. Die Gewerbesteuern liegen aktuell über der kalkulierten Summe, die Coronakrise wirkt sich bislang nur gering aus - durch die zwischenzeitliche pandemiebedingte Schließung des Kindergartens fehlen 9700 Euro an Elternbeiträgen. Auch wenn die Kommunalfinanzen immer nur eine Momentaufnahme darstellen, hat Eichigt keinen Grund zur Sorge. Dazu trägt auch der Wohnungsverkauf in Süßebach bei, wie Bürgermeister Christoph Stölzel (parteilos) betonte. Im Haushalt war dieser mit 300.000 Euro eingeplant, mit den Käufern wurde Verkaufspreise in der Summe von 323.100 Euro vereinbart. Davon sind 135.000 Euro an die Gemeinde gezahlt worden, erklärt Wasilewski in seinem Halbjahresbericht. Für die Anteile am Versorger Envia erhält Eichigt 2020 voraussichtlich 58.000 Euro Dividende, die Pro-Kopf-Verschuldung wird bis Jahresende auf 88 Euro sinken. (hagr)

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