Finanzielle Einschnitte drohen

2021 wird kein leichtes Jahr. Auch für Muldenhammer fallen die Schlüsselzuwendungen des Freistaates niedriger aus.

Muldenhammer.

Geht Kämmerin Tina Wagenknecht derzeit davon aus, dass die Gemeinde Muldenhammer das Jahr 2020 finanziell mit einem deutlich besseren Ergebnis beenden wird, als noch im Frühjahr erwartet worden war, so fällt gleichzeitig der Ausblick auf 2021 deutlich verhaltener aus. Die Geldmenge, die die knapp 3000 Einwohner zählende Kommune aus Schlüsselzuweisungen und Steueranteile vom Freistaat erhält, wird wesentlich geringer sein, als in diesem Jahr - auch eine erste Auswirkung der anhaltenden Coronapandemie.

Flossen für 2020 noch rund 1,847 Millionen Euro aus Dresden nach Muldenhammer, so werden es nach derzeitigem Stand für das kommende Jahr noch knapp 1,675 Millionen sein - ein Minus von knapp 172.000 Euro. Darüber informierte die Kämmerin in dieser Woche die Mitglieder des Gemeinderates. Für die Januar-Sitzung ist die 1. Lesung des Haushalts 2021 angesetzt.

Auch die Erträge der Gemeinde aus der Gewerbesteuer gehen nach den ersten Berechnungen stark zurück. Für 2021 rechnet man mit rund 500.000, das wären etwa 100.000 Euro weniger, als voraussichtlich für dieses Jahr zu Buche stehen werden.

"Wir müssen trotzdem versuchen, einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt zu erreichen, um zu verhindern, dass wir wieder in die Konsolidierung müssen", zeigte Bürgermeister Jürgen Mann (Freie Wähler) die Situation auf.

Klar ist allerdings schon jetzt, dass der enorme Rückstau bei Instandhaltungsmaßnahmen im Bereich Grundschule und Kinder- tagesstätten, bei der Wohnungswirtschaft und den Gemeindestraßen im kommenden Haushaltsjahr nur geringfügig wird abgearbeitet werden können. So deutlich steht es in den Unterlagen, die die Gemeinderäte zur Sitzung erhielten.

Ein besonderes Thema, auf das sich der Gemeinderat verständigen muss, ist laut Bürgermeister Mann die Zukunft der beiden Saunen in den Ortsteilen Hammerbrücke und Morgenröthe-Rautenkranz, die derzeit ein reines Zuschussgeschäft für die Gemeinde darstellen.

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