Grundschule raus aus der Kreidezeit

Für Schüler und Lehrer in Bad Brambach hat das Lernen in der digitalen Welt begonnen. Zwölf neue Computer wurden am Donnerstag installiert.

Bad Brambach.

Schulleiterin Annett Stahl und Bad Brambachs Bürgermeister Maik Schüller (parteilos) verhehlen nicht ihren Stolz und sind gleichermaßen erfreut: Die Grundschule im Zipfel des Vogtlandes ist die erste Grundschule in Sachsen, die in den Genuss von Fördermitteln aus dem Programm Digitale Schulen gekommen ist. Für die Verkabelung der vier Klassenräume einschließlich vier Tafelsysteme bestehend aus einer Dokumentenkamera, einem Laptop und einer in der Höhe verstellbaren Tafel sowie am gestrigen Donnerstag gelieferte und installierte zwölf nagelneue Computer flossen insgesamt 29.273,86 Euro nach Bad Brambach. Die Summe wird zu 100 Prozent gefördert. An der Umsetzung der Maßnahme beteiligt sind die Firmen Elektro Steiger und Büro Walther.

Dass die Grundschule Bad Brambach die Nase jetzt vorn hat, lässt sich zurückverfolgen bis zum 16. Juli letzten Jahres. Annett Stahl: "Wir sind zusammen mit Maik Schüller nach Stollberg gefahren, wo das Projekt Digitale Schulen vorgestellt wurde. Dorthin kamen wir allerdings schon mit einem fertigen Medienkonzept in der Tasche. Das gab wohl mit den Ausschlag, dass wir jetzt die erste Grundschule sind. Unser Antrag wurde bereits am 8. August positiv beschieden." Die Schulleiterin lobt in dem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde - dem Bürgermeister und Kämmerin Constanze Wünsche.

An das Lernen und Unterrichten in der digitalen Welt müssen sich Schüler und Lehrer noch gewöhnen und zum größten Teil haben sie es bereits. Eines haben sie dabei gemerkt: wie unkompliziert, interessant und hilfreich es ist, mit digitalen Tafeln und modernen Lernmitteln zu arbeiten. Um das noch optimieren zu können, hofft nicht nur Annett Stahl darauf, dass die Grundschule vor Beginn des neuen Schuljahres Endgeräte wie Tablets erhält, eine Software für die Fernverwaltung und eine Verwaltungssoftware, mittels der die Lehrer zeitgleich kontrollieren können, wie die Schüler arbeiten.

Die Digitalisierung ist nicht nur ein Plus für den momentanen Alltag in der Grundschule: Die Kinder fangen nach der 4. Klasse in einer weiterführende Schule in puncto neue Technik nicht bei Null an.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.