Klingenthaler Preis für den Nachwuchs

Gelebte Städtepartnerschaft: Der Förderpreis 2018 geht an junge Akkordeonspieler aus Polen und Schweden.

Klingenthal/Castelfidardo.

Bereits zum 5. Mal wurde der "Gisela-Dölling-Förderpreis" beim 43. Internationalen Akkordeonwettbewerb in der Klingenthaler Partnerstadt Castelfidardo vergeben. Die mit einem Preisgeld in Höhe von 200 Euro dotierte Auszeichnung wird von Peggy und Enrico Bräunig aus Klingenthal gestiftet und ist als Nachwuchsförderpreis für den jüngsten Teilnehmer in der Kategorie Solisten (Klassik) vorgesehen. Der Sonderpreis aus der vogtländischen Partnerstadt ist seit 2014 fester Bestandteil des Internationalen Akkordeonwettbewerbes in Castelfidardo. In diesem Jahr ging das Preisgeld zu gleichen Teilen an die beiden 11-jährigen Akkordeonspieler Kamil Urbañski aus Polen und Edward Irinasson aus Schweden.

Gisela Dölling war die Tochter des Klingenthaler Autors und Komponisten Albert Jud (1887-1972). Sie wirkte über viele Jahre hinweg bei der Organisation der Internationalen Akkordeonwettbewerbe in ihrer Heimatstadt mit und war aktives Mitglied im Chor der Klingenthaler Harmonikawerke. Sie starb im Jahr 2014. Der Sonderpreis wird seither jährlich in ihrem Gedenken beim Internationalen Akkordeonwettbewerb in Castelfidardo als Zeichen gelebter Städtepartnerschaft und zur Förderung junger Akkordeon- talente verliehen. Erster Preisträger war 2014 der achtjährige Mauric Aljaz aus Slowenien. Weitere Preise gingen seither nach Russland, Belarus und China.

Die Städtepartnerschaft zwischen Klingenthal und Castelfidardo war 2003 geschlossen worden. Zum zehnjährigen Jubiläum 2013 war auf privater Initiative in der italienischen Stadt die Ausstellung "Hommage an Klingenthal" gezeigt worden. Zu sehen waren dabei fotografische Arbeiten von Hans Hoyer, "Freie Presse"-Bildreporter Helmut Schneider sowie dem in Falkensee bei Berlin lebenden gebürtigen Klingenthaler Egbert von Mühlleithen, dazu Bilder von Rolf Beyer, Marko Reinhold und Mitgliedern der Klingenthaler Bilderwerkstatt.

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