Kostenanstieg droht für Leitplanken

Kreis vergibt Auftrag für Reparaturen bis 2020

Oelsnitz/Klingenthal.

Der Auftrag zur Reparatur von Stahlschutzplanken an den Bundes-, Staats- und Kreisstraßen des Vogtlandkreises ist erneut an die Firma Westra aus Neukirchen gegangen. Das Unternehmen sei "hinreichend bekannt" und fachlich voll und ganz in der Lage, erklärte Dietmar Rentzsch, Chef im Amt für Straßenunterhalt und Instandsetzung des Kreises, den Mitgliedern im Bau- und Vergabeausschuss. Das Gremium folgte Rentzschs Argumentation und stimmte bei zwei Enthaltungen der Auftragsvergabe zu. Allerdings gab es einen Wermutstropfen. Die Kostenberechnung ergab vorab einen Preis von 99.600 Euro. Westra war mit 135.700 der preiswerteste Anbieter. Die Behörde hatte im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung bei fünf Firmen angefragt, davon reichten drei Angebote ein. Obwohl Westra ein Drittel über der Kostenberechnung lag, waren die Neukirchener mit Abstand der günstigste Bieter. Die Angebote der beiden anderen Fachbetriebe betrugen im Vergleich etwa das Doppelte. Im Vergleich zur Kostenberechnung erreichte das teuerste Angebot sogar das 2,8-Fache: 282.000 Euro. Der Auftrag umfasst den Austausch defekter Schutzplankenteile im Vogtlandkreis und gilt für Oktober 2018 bis März 2020. Wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, entfallen 47 Prozent der Schäden an den Bund als Baulastträger, 38 Prozent an den Freistaat und 15 Prozent an den Kreis. Meist kommen Verursacher der Schäden oder deren Versicherungen für die Kosten auf. (ur)

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