Landwüster bewegen 150 Tonnen Sand

Dafür zogen viele an einem Strang: Einwohner des Ortes haben in Eigeninitiative einen Beachvolleyballplatz angelegt.

Landwüst.

Tennisbälle sind über den roten Untergrund auf dem Platz hinterm Pfarramt schon lange nicht mehr geflogen. Das Areal lag brach, verwilderte von Jahr zu Jahr mehr. Schade - sagten sich vor den Sommerferien Kicker von der Fußballfreizeittruppe Traktor Landwüst und machten sich Gedanken. "Zuerst dachten wir an einen Hartplatz für Volleyball, verwarfen die Idee dann aber. Beachvolleyball ist besser. Die Resonanz darauf war durchweg positiv und auch die Kirchgemeinde froh, dass etwas passiert", so Ortsvorsteher Oliver Scholz.

Ein solcher Platz ohne Sand ist natürlich nicht denkbar. Sechs Laster rollten aus Skalna in Tschechien nach Landwüst. Ein Problem: Die 150 Tonnen Sand ließen sich nicht direkt am Platz abschütten, sondern mussten von der knapp 100 Meter entfernten Dorfstraße aus per Bagger, Schaufel und Schubkarre umgelagert werden. Eine schweißtreibende Arbeit und für die Freizeitsportler zusätzliche Trainingseinheiten. Ganz zu schweigen vom Legen einer Dränage für den Platz, das Aufbringen von Frostschutz und eines Flieses. Jetzt ist der Platz fertig und kann nicht nur zum Sporttreiben, sondern auch von den Dorfkindern als Sandkasten genutzt werden. Den Winter über wird er mit Planen abgedeckt.

Nach den Worten von Oliver Scholz hat der Beachvolleyballplatz rund 4500 Euro gekostet, die dank Spenden und von Sponsoren zusammenkamen - die vielen Stunden an Eigenleistung nicht eingerechnet. In diesem Jahr wird es nichts mehr oder nur abhängig vom Wetter möglich sein, aber im nächsten Sommer soll der neue Platz außer für den Freizeitsport eventuell auch für Turniere genutzt werden.

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