Maibaum angesägt: Gefährlicher Vorfall schockiert Erlbacher

Weil die Feuerwehr zwei feine Sägeschnitte rechtzeitig entdeckte, hat sie damit womöglich ein Unglück verhindert. Ein Fall, der den Verantwortlichen zu denken gibt.

Erlbach.

Das ist alles andere als ein Dummer-Jungen-Streich: Unbekannte haben den Erlbacher Maibaum sabotiert. Der Baum wurde mit einer Säge an zwei Stellen angeschnitten. "Bis knapp über die Mitte", sagt Erlbachs Ortsvorsteher André Worbs (Freie Wähler). Er hat den Fall bei der Polizei angezeigt. Glück im Unglück: Der Schaden wurde durch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr rechtzeitig entdeckt. "Wäre er nicht erkannt worden, hätte es ein Unglück geben können", sagt Worbs, der noch immer schockiert ist. Schließlich ist der Baum rund zwölf Meter hoch und bringt durch die Wappentafeln auch ordentlich Gewicht auf die Waage. "Zwölf Feuerwehrmänner sind notwendig, um den Baum aufzustellen", verdeutlicht der Ortsvorsteher. Er ist sich sicher: "Ein Unglück wie in Bayern hätte bei uns auch passieren können." In Treuchtlingen war am Montag die Spitze eines Maibaums abgebrochen, ein Mann dabei getötet worden.

Der Erlbacher Maibaum hing an der Rückseite des Bauhofsgebäudes an der Wand, war also frei zugänglich. Noch vor 14 Tagen hatte ihn die Feuerwehr überprüft und keine Auffälligkeiten entdeckt.

Seit der Wende wird in Erlbach ein Maibaum aufgestellt. Vorfälle mit krimineller Energie gab es bislang noch nie. An eine Geschichte erinnern sich die Erlbacher. Im Jahr 2004 war es, als der Maibaum durch die Sohler Feuerwehr gestohlen wurde. "Aber das ist eine Tradition, da lächelt man drüber", sagt Worbs.

Ausfallen musste das Maibaumaufstellen in Erlbach dennoch nicht. Weil der jetzt zerstörte Baum erst seit 2012 genutzt wird, konnten die Erlbacher noch auf den alten zurückgreifen. Der wurde am 1. Mai wie früher auf dem Marktplatz statt auf dem Lindenplatz aufgestellt.

Ärger gab es nicht nur in Erlbach. In Eich, Ortsteil von Treuen, brannte das Höhenfeuer schon am Morgen des 30. April ab. Weil alle Einwohner mitzogen, konnte kurzerhand ein neues Feuer auf die Beine gestellt werden.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...