Ministerium in Berlin fühlt sich nicht zuständig

Hickhack um geplanten Anbau an die Deutsche Raumfahrtausstellung

Muldenhammer/Berlin.

Hickhack um den geplanten Anbau an die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz: Das Bundesverkehrsministerium stellt seine Zuständigkeit für das Vorhaben infrage. Nach einer Anfrage der "Freien Presse" am Dienstag an die Pressestelle des Bundesverkehrsministeriums in Berlin zeigte man sich dort überrascht, dass man überhaupt für das Vorhaben verantwortlich sein soll. Man werde jetzt prüfen, wer der Ansprechpartner sei, hieß es. Das erstaunt Muldenhammers Bürgermeister Jürgen Mann (Freie Wähler), denn er hatte noch im März Besuch aus dem Bundesverkehrsministerium. "Ministerialdirigent Andreas Krüger und Albert Weber waren wegen des Projekts zu einem Gespräch im Gemeindeamt und haben mit mir anschließend die Ausstellung besucht", sagte er.

Der Bürgermeister hatte anschließend den Gemeinderat informiert, dass die Gemeinde Muldenhammer für die geplante Erweiterung das Bundesverkehrsministerium als Partner an ihrer Seite habe. Die Zuordnung sei erfolgt, weil dort auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt angegliedert ist. Die Gemeinde Muldenhammer wartet nun seit Wochen auf Information aus dem Bundesverkehrsministerium, wie es mit dem Projekt des für 3,2 Millionen Euro geplanten Erweiterungsbaus weitergehen soll. Das Thema war am 8. Juli im Gemeinderat angesprochen worden, am 10. Juli informierte die CDU-Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas, dass sie sich einschalten wolle. Magwas teilte am Mittwochnachmittag mit, dass sie seit Tagen versuche, Albert Weber als Ansprechpartner zu erreichen. "Ich hinterlasse Nachrichten, schreibe Mails. Ich habe jetzt seinen Abteilungsleiter angeschrieben und meinen Unmut deutlich zum Ausdruck gebracht", schrieb sie.

Nach den Plänen vom Herbst 2019 sollte die neue Halle bereits zum Jahresende 2020 stehen. Die Gesamtkosten für das Vorhaben wollte der Bund tragen. Bislang konnte die Gemeinde Muldenhammer aber noch gar nicht mit der Projektierung beginnen. "Allein dafür werden mindestens 400.000 Euro benötigt. Dazu brauchen wir zumindest einen Fördermittelbescheid", so Bürgermeister Mann. Partner in Dresden stehen bereit, um der Gemeinde bei einer europaweiten Ausschreibung zur Seite zu stehen.

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