Neuer Klingenthaler Pfarrer: "Die Chemie passt"

Jörg Birkenmaier ist seit einem Monat der neue Pfarrer in der Stadt. Warum sein erster Besuch im Februar ihn so beeindruckt hat.

Klingenthal.

Obgleich es noch eine Weile hin ist, haben es sich Jörg Birkenmaier und seine Frau Angelika schon vorgemerkt: Sie brauchen unbedingt einen stabilen Schieber, um dem Schnee zu Leibe rücken zu können. "Er lag in Massen, als wir Anfang Februar das erste Mal nach Klingenthal kamen, und es war bitterkalt", erinnert sich der 33-Jährige und muss dabei schmunzeln.

So etwas Harsches kannte er bisher noch nicht aus seiner Heimat nahe Stuttgart. Was ihn noch beeindruckte neben der herrlichen Landschaft: der Klingenthaler Dialekt "mit viel Charme", vor allem aber die Herzlichkeit und Wärme, mit der ihn der Kirchenvorstand, Kantor Matthias Sandner, die Kurrende und die Gemeinde aufnahm. "Wir wurden mit vielen guten Worten, einem Hefezopf zum Kaffeetrinken und Musik vom Posaunenchor begrüßt. Ich habe vom ersten Moment gespürt: Die Chemie zwischen uns passt", so Jörg Birkenmaier.


Wie sehr ihn selbst schon nach kurzer Zeit ein Faden mit Klingenthal verbindet, drückte Pfarrer Birkenmaier in seinen ersten Worten nach der Ordination an die Gemeinde aus: "Es gibt keinen Anderen, der die Loipe für das Leben so gut spurt wie Jesus Christus."

Klingenthal, das Vogtland - sie sind für Jörg Birkenmaier Neuland und eine selbstgewählte Berufung. "Groß geworden bin ich mit den biblischen Geschichten in der Kinderkirche und der Jugendarbeit im Christlichen Verein Junger Männer. Sehr prägend und erfüllend war für mich das Studium der Theologie und Geschichtswissenschaft in Tübingen. In dieser Zeit hat sich meine Beziehung zu Jesus entscheidend vertieft: Was bedeutet es in der Tiefe, dass er für uns gestorben ist? Dadurch reifte der Wunsch, in den Pfarrdienst zu gehen. Durch meine Frau Angelika, die aus Dresden stammt, entdeckte ich Sachsen als neue Heimat und setzte das Studium in Leipzig, Halle und Jena fort."

Nach den beiden Examina entschied sich Jörg Birkenmaier, in die Sächsische Landeskirche zu gehen, wurde Vikar im Kirchspiel Radeberger Land: "Hier konnte ich meine Leidenschaft für die Verkündigung entwickeln. Ich lasse mich von Worten aus Hebräer 13 leiten: 'Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit'. Wenn ich einmal nicht arbeite, gehe ich gerne wandern, lese Bücher, koche oder werkle im Garten", sagte Pfarrer Birkenmaier.

Der Dienst an Gott und das Leben für Jesus Christus ist für Jörg Birken und seine Frau - sie ist in der Gemeindearbeit tätig - weit mehr als ein Beruf: eine Berufung für und inmitten von Gleichgläubigen: "Wir sind dabei darauf angewiesen, dass die Kirchgemeinde unseren Dienst in der Fürbitte begleitet. Wir wollen eine Gebetsgemeinschaft sein."

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