Neuer Schulanbau in Schöneck: Vorfreude auf Aula mit Aussicht

Das Evangelische Schulzentrum in Schöneck wird erweitert. Nach den Sommerferien sollen die ersten Gymnasiasten die neuen Räume beziehen. Warum Schüler, Lehrer und Verantwortliche aufatmen.

Schöneck.

Die Arbeiten am Anbau des Evangelischen Schulzentrums in Schöneck sind soweit vorangeschritten, dass die ersten Räumlichkeiten weitestgehend fertig sind. Auch die Außenansicht lässt schon erahnen, dass das neue Gebäude ein Schmuckstück wird. In dem Neubau sollen künftig vorwiegend die Schüler des Gymnasiums unterrichtet werden.

Laut Schulleiter Markus Kugler werden nach den Sommerferien und noch während der Bauphase die ersten Klassenzimmer im Unter- und Erdgeschoss durch die Gymnasiasten der Schule bezogen. Auch die Oberschule soll künftig teilweise die neuen Räumlichkeiten nutzen, um dort Entlastung zu schaffen. Im Herbst sei die komplette Fertigstellung des erweiterten Anbaus geplant. Laut Nicol Georgi, Geschäftsführerin vom Obervogtländischen Verein für Innere Mission Marienstift (OVV) als Schulträger der Oberschule und des Gymnasiums kostet der Anbau insgesamt 5,2 Millionen Euro.


Während der Bauzeit fungiert Jörg Röder als Verbindungsmann zwischen Schule und Baufirmen. Als Lehrer und ehemaliger Schulleiter hat er einen genauen Einblick in das tägliche Leben der Einrichtung. "Es ist wichtig, den Bau so zu koordinieren, dass die Schüler so wenig wie möglich im Unterricht davon mitbekommen. Auch bei baulichen Fragen, wenn zum Beispiel die Tafeln in den neuen Klassenzimmern montiert werden, muss darauf geachtet werden, dass alle Richtlinien eingehalten werden", so Röder.

Der Anbau wird in farblicher Abstimmung zu dem großen Hauptgebäude gebaut, sodass der Schul-Komplex nicht nur im Inneren eine Einheit bildet. Das neue Haus wird auf jeder Etage mit dem großen Schulgebäude verbunden sein und erhält zwei separate Eingänge, einer davon barrierefrei.

Wie Schulleiter Markus Kugler erläutert, ist die Erweiterung dringend notwendig. Denn mit Grundschule (in Trägerschaft der Stadt), der Oberschule und dem beruflichen Gymnasium unter einem Dach herrsche derzeit Platzmangel. Aktuell werden insgesamt an der Oberschule und dem Gymnasium 415 Schüler unterrichtet. Ab nächstem Schuljahr läuft die Dreizügigkeit bis zur Klasse 9 (aktuell bis Klasse 8). Hinzu kommt, dass die Schule durch ihre gymnasialen Fachrichtungen Gesundheits- und Sozialwesen sowie Informations- und Kommunikationstechnologie immer mehr auf das Interesse von Schülern aus der Region stößt. Trotz der Fachrichtungen machen die Schüler ein normales Abitur, welches den Zugang an sämtliche Universitäten erlaubt. "Dadurch wird es den Schülern bei uns ermöglicht, ihre Interessen in diesen Fachrichtungen zu verfolgen, ohne ein Fachabitur machen zu müssen", so Kugler. Für das Gymnasium liegen für das kommende Schuljahr Anmeldungen aus Oelsnitz, Adorf und Auerbach vor. Hinzu kommen Schüler von der hauseigenen Oberschule.

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