Parkplatz-Frust im Neubaugebiet

Vermietete Parkplätze, mehr Parkverbote: Im Gebiet An der Huth gibt es neue Regeln für Autofahrer. Sie sollen für mehr Ordnung sorgen. Kritik gibt es trotzdem - auch wegen fehlender Kommunikation.

Klingenthal.

Die Suche nach einem Parkplatz im Klingenthaler Neubaugebiet An der Huth kann für auswärtige Besucher länger dauern. Obwohl einige Wohnblöcke inzwischen abgerissen sind, wohnen dort auf relativ kleiner Fläche noch immer die meisten der rund 8400 Einwohner der Stadt. Mit der Kindertagesstätte Kids & Co, Arztpraxis und Logopädie sowie Physiotherapie gibt es drei öffentliche Einrichtungen, hinzu kommt das Cura-Pflegeheim mit hoher Besucherfrequenz.

Die meisten Parkplätze rund um den Kopernikusring und der Keplerstraße sind jetzt vermietet, zu einem großen Teil sogar personalisiert. Mehrere Abschnitte beider Straßen wurden als Parkverbotszone ausgeschildert. Notwendige Zufahrten für die Feuerwehr sind nachvollziehbar ebenfalls fürs Parken tabu.


Die Parkplatzsituation im Neubaugebiet ist seit Tagen ein Dauerthema in den sozialen Netzwerken. Über 100 Kommentare sind allein auf der offenen Klingenthaler Facebook-Seite zu lesen, vor allem in Bezug auf Pflegedienst und auswärtige Besucher. Kritik ging aber auch direkt bei der Stadtverwaltung ein.

Die Stadt hat kürzlich 50 Parkplätze nummeriert und vermietet, die städtische Wohnungsgesellschaft (Woge) knapp 80. Die personalisierten Parkplätze gehören demnach Mietern der Wohnungsgesellschaft Musikwinkel. Hinzu kommen nach Auskunft des Ordnungsamtes der Stadt auf dem Kopernikusring zwei Flächen mit jeweils zehn Parkplätzen, die mit Parkscheibe für maximal drei Stunden genutzt werden können. Wer sein Auto länger stehen lassen will, muss sich irgendwo im Umfeld einen Platz suchen.

Laut Bauamtschef Andreas Günnel soll mit der Situation das Chaos vergangener Jahre im Neubaugebiet ein Ende haben. "Es gab wegen des oft wilden Parkens immer wieder Kritik seitens der Busunternehmen, der Reinigungsdienste und vom Winterdienst. Das sollte jetzt kein Thema mehr sein", machte er deutlich. Zudem habe die Stadt 25 neue Parkplätze am Dürrenbach-Sportplatz geschaffen. Dass man oft nicht direkt vor dem eigenen Haus parken könne, sei auch in anderen Neubaugebieten der Fall, so Günnel. Er hofft zudem darauf, dass sich die Situation entspannt, wenn in knapp zwei Wochen die Ampel an der Schreberstraße wieder abgebaut wird, die durch die Bauarbeiten an der Jahnstraße notwendig ist. Anwohner wie Peter Hofmann plädieren trotzdem dafür, dass die Stadt das Verkehrskonzept im Neubaugebiet noch einmal überarbeitet.


Kommentar: Besserinformieren

Eine Information für die Öffentlichkeit über das neue Parkkonzept im Neubaugebiet An der Huth gab es seitens der Stadt Klingenthal scheinbar nicht. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum sich derzeit die Kritik häuft. Man kann für ein Anliegen nur dann auf Verständnis hoffen, wenn man es vorher einmal erläutert.

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