Pläne gegen Parkplatznot an Musikhalle

Die Stadt nimmt eine kommunale Fläche hinter dem Haus in den Blick. Die Halle selbst treibt den Bürgermeister auch um.

Markneukirchen.

Die Stadt Markneukirchen will die Zahl der Parkplätze im Umfeld der Musikhalle erhöhen. Im Blick dafür ist eine kommunale Fläche zwischen Hallengelände und den nahen Kleingärten, sagt Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos). Das Gelände gehört der Stadt. Auf dem Papier bestehen zwar für Besucher der Halle viele Stellflächen, Erlbacher Straße und alle kreuzenden Straßen bis Adam-Friedrich-Zürner-Straße eingerechnet. In der Praxis sieht die Stadt aber den Bedarf, neue Parkplätze auszuweisen.

Das Gelände der ehemaligen Signal unweit der Musikhalle sieht Rubner dagegen für einen Parkplatz als "viel zu schade". "Es gehört uns ja nicht, aber man darf ja mal träumen: Für mich ist das ein schöner Wohnbaustandort - zentral, großzügig, nicht direkt an der Straße", sagte er. Sollte der Besitzer des Areals Verkaufsabsichten hegen, schließt Rubner nicht aus, dass sich für den Ex-Firmenstandort Investor und Nutzer finden. Beim Ärztehaus habe das ja geklappt, macht er Mut.

Parkplatz hin, Signal her - im Jahr 2020 ist auch die Halle selbst Thema: Im Mai jährt sich die Eröffnung des Veranstaltungshauses das 25. Mal. Das Jubiläum soll nicht sang- und klanglos vorbeistreichen, Rubner schwebt eine Veranstaltung für Familien, ein Tag der offenen Tür vor. Angesprochen auf die Perspektive der Halle, sieht der 64-Jährige dies als "ein bissel schweres Brot". Die Zahl der Veranstaltungen im Haus sei nicht zurückgegangen, beteuert er. "Aber es gibt sicherlich Luft nach oben", räumt er ein. "Die Halle ist für bestimmte Dinge wichtig, die könnten wir sonst nicht machen: Neujahrskonzert, Musiktage, die Gymnasiumskonzerte, Familienbasare. Das sind ein paar Dinge. Aber es sind zu wenig", gibt Rubner zu. Darauf mit mehr eigenen Veranstaltungen zu reagieren, bezeichnet der Rathauschef als "Gratwanderung" und lässt durchblicken, dass er einer vorsichtigen Herangehensweise viel abgewinnen kann. "Alles andere ist Risiko. Zwei selbstorganisierte Veranstaltungen in den Sand gesetzt, dann war es das mit dem Budget der Halle. Einen Ausweg sehe ich da nicht. Da bin ich ehrlich", räumt Rubner ein.

Den Betrieb der Halle muss die Stadt allein schultern, bei Investitionen im Haus hat der Kulturraum Vogtland/Zwickau indes mit gefördert, freut sich Rubner. Eine Halbierung des Saals (800 Plätze), als Provisorium bereits getestet, steht aktuell nicht zur Debatte. Die Stadt will sich vielmehr auf drei Themen konzentrieren: In die Halle kontinuierlich investieren, Brandschutz verbessern - und mit neuen Parkplätzen für kürzere Wege der Besucher sorgen.

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