Posseck trauert: Zwei junge Schwäne tot

Betroffenheit herrscht in dem Ort, aus dem die Tiere nicht mehr wegzudenken sind. Sind freilaufende Hunde Schuld?

Posseck.

Trauer und Betroffenheit in Posseck: Zwei der fünf jungen Schwäne leben nicht mehr. Wolfgang Sulak fand die beiden Jungtiere am Dienstagabend auf der Wiese neben seinem Grundstück, auf der sich die weithin bekannte Schwanenfamilie gern aufhält. Die jungen Schwäne waren augenscheinlich schwer verletzt - aufgrund von Bisswunden vermutet Sulak eine Hundeattacke. "Aber es hat niemand gesehen." Der Possecker versuchte, die Tiere noch zu füttern, er konnte sie jedoch nicht mehr retten. Am Mittwochmorgen hatte er traurige Gewissheit.

Kurz nach dem Fund hatte Wolfgang Sulak noch alles in Bewegung gesetzt, um Hilfe zu organisieren. Tierarzt, Tierrettung, Jäger, Polizei: "Ich habe bei Gott und der Welt versucht, Hilfe zu kriegen. Aber keiner konnte mir helfen", erzählt er. Auch, weil es Profi-Tierrettern verboten sei, bei Wildtieren einzugreifen, erklärt der Possecker. Ein Tierarzt hatte ihm am Telefon noch Hoffnung gemacht, dass sich die Tiere möglicherweise nur in einer Schockstarre befänden - jedoch vergeblich, wie sich herausstellte. "Es ist traurig", sagt Wolfgang Sulak. Die Jungtiere waren reichlich zwei Monate alt.


Die Possecker Schwäne gehören mittlerweile genauso zum Ortsbild wie die Kirche des Dorfes. Seit über zehn Jahren leben sie im Ort mit den zwei Teichen - zur Freude von Einwohnern und Gästen. Wolfgang Sulak und seine Frau haben dabei stets ein Auge auf die Tiere. "Wenn es nötig ist, füttern wir ein bisschen zu", erzählt der Possecker.

Der Schwäne-Nachwuchs verlässt im Herbst den Ort am Dreiländereck, die Altvögel kehren im Frühjahr stets wieder zurück.

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