Theatercafé: Am Montag beginnt Probebetrieb

Zum Symphoniekonzert wird Theke genutzt - Eröffnung im September

Bad Elster.

Der Start des 22. Festivals Chursächsischer Sommer am Montag bringt einen ganz neuen Akzent: Zum Symphoniekonzert ab 19 Uhr im König-Albert-Theater gibt es eine Vor-Eröffnung des Theatercafés, welche künftig die beengte und völlig unzureichende Versorgungssituation im Theater entkrampfen soll. Darüber hat Chursachsen-Intendant Florian Merz (Foto) informiert. Übermorgen wird die Theke für die Versorgung genutzt, vollständig ausgestattet und fertig soll das Café mit der neuen Spielzeit ab September öffnen, erklärte Merz.

Im vergangenen Jahr hatten die Chursachsen das Theatercafé pachtweise vom Sachsenhof-Eigentümer übernommen, um die fast ein Jahrhundert währende Trennung zwischen Theater und baulich verbundenem Theatercafé aufzuheben. Zwischen beiden Gebäuden entstand ein Durchbruch, und Merz ist heilfroh, dass die vielen Debatten mit dem Denkmalschutz zu einem guten Ergebnis geführt haben. "Im Theatercafé wurden 14 verschiedene Farbschichten gefunden. Von allen mussten Proben genommen werden. Am Ende kam eine Farbe raus, die es dann wurde", beschrieb der Musiker, was an seinen Nerven zehrte.

Das Budget für den Umbau lag bei 200.000 Euro. "Das ist ein relatives kleines Geld dafür, was zu tun war: Kaputte Fenster, katastrophaler Fußboden, schwierige Wandbemalung, die Küchengeräte von 1994 - das geht alles gar nicht", sagte Merz. "Das war alles so runter, es hätte ein privater nie leisten können", so der Dirigent, der sich über öffentliche Unterstützung für den Bau freut.

Die Theatercafé-Öffnung übermorgen hat Testlauf-Charakter. "Wir schauen, wie es wird, mehr nicht", erklärt Merz. Ein halbes Jahr Probezeit ist geplant - dienstags sollen als Versuch Veranstaltungen stattfinden. Nichts Großes, der Service-Gedanke steht im Mittelpunkt - wie zum Beispiel beim Konzert des nordschwedischen Sängers Stefan Johansson am 23. Mai. "Wir versuchen, zu wachsen", betont Merz - so ist unklar, ob es im Theatercafé später auch Essen geben soll. Die Voraussetzungen sind da: Es gibt einen eigenen Einlass, das Theater muss nicht extra öffnen. Zudem setzt Merz auf gute Leute im Team: Chursachsen-Mitarbeiter Alexander Adler ist gelernter Koch, sein Kollege Florian Hermenau gelernter Kellner. Merz: "Zwei Vollprofis. Denn 500 Leute im Theater in der Pause zu versorgen, das ist eine Herausforderung."

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