Club Zooma sorgt sich um seine Zukunft

Im Gewerbegebiet an der Schöpsdrehe tut sich so einiges. Die Macher hinterm Tanztempel beobachten das mit Sorge. Gibt es dort künftig nur noch Firmen statt Feiern?

Plauen.

Bauchweh verursachen würde Eric Seifert vom Plauener Club Zooma ein Investor, der scharf auf das Grundstück ist, auf dem die Disco steht. Das Beste dagegen wäre, wie er sagt, wenn alles so bleibt, wie es ist. Beim kürzlichen Treffen des Ortschaftsrates Kauschwitz im Tanztempel an der Schöpsdrehe ging es auch um Pläne der Stadt für das knapp zehn Hektar große Gewerbegebiet, in dem der Club liegt. Seifert: "Es köchelt." Denn in Plauen ist sowohl der Bedarf an Partys als auch an weiteren Gewerbearealen für Betriebe vorhanden.

"Wir brauchen dringend jede weitere Gewerbefläche", erklärte der Kauschwitzer Ortsvorsteher und CDU-Stadtrat Ingo Eckardt. Doch sind weitere Grundstücksverkäufe an Betriebe, wie es der Stadtrat beispielsweise im Herbst für eine rund 5200 Quadratmeter große Fläche an der Schöpsdrehe beschlossen hat, für den Club eine Bedrohung? Das genannte Grundstück ist es schon mal nicht. Bekommen soll es das bereits in Plauen ansässige Maschinenbauunternehmen Elfin Engineering. Eine Halle mit Bürotrakt soll entstehen. Das betreffende Grundstück befindet sich zwischen Straßenmeisterei und Baustoffhandel. Laut Eckardt starten Baumaßnahmen frühestens diesen Sommer. Fördermittel seien bereits beantragt.

Wie Eckardt weiter erklärte, ist die Stadtverwaltung zudem mit einem Investor im Gespräch, der sich für einen Teil des Areals interessiert, auf dem früher das "Meier-Haus" stand. Das wiederum liege direkt neben dem Club Zooma.

Diese Nähe beobachtet das Zooma-Team mit Sorge. Denn die Club-Betreiber befürchten, dass weitere Gewerbe zwar für das Gebiet ein Gewinn sind, aber weniger Parkplätze fürs Zooma bedeuten könnten. Falls ein Investor ein Auge auf das Grundstück des Tanztempels wirft, wäre es auch möglich, dass der Club weichen muss. "Wir sind Mieter des Gebäudes", erklärt Seifert die Vereinbarung der Macher hinter dem Club mit dem Rathaus.

Keine Gefahr fürs Zooma durch noch mehr Unternehmen vor Ort sieht dagegen Plauens Wirtschaftsförderer Eckhard Sorger. "Der Club ist jetzt schon von Gewerbe umgeben", erklärte er. "Weitere Ansiedlungen würden an der Situation nichts ändern. Der Club kann weiter betrieben werden wie bisher." Interesse an der Fläche, auf der die Disco steht, habe niemand, so Sorger.

Seinen Angaben nach beabsichtigt man im Rathaus, irgendwann auch das zweite Kasernengebäude an der Schöpsdrehe abzureißen. "Das würde eine optimalere Nutzung der Flächen ermöglichen", sagt der Wirtschaftsförderer.

Freie Gewerbeflächen in Plauen finden Interessenten online unter www.plauen.de/de/wirtschaft.php

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...