Kläranlage in Oberpirk eingeweiht

In der Rosenbach-Gemeinde können die Abwässer der meisten Einwohner jetzt zentral aufbereitet werden. Der Bau der Kläranlage war keine Selbstverständlichkeit.

Oberpirk.

Die Oberpirker ließen es sich am Freitag zur offiziellen Einweihung nicht nehmen, sich ihre neue Kläranlage genau anzuschauen. Immerhin 90 Prozent der Einwohner, für deren Grundstück ein Anschluss möglich war, hatten sich dafür entschieden. "Unterm Strich hat man den Vorteil, dass man sich um nichts kümmern muss", sagte Jürgen Lange, der mit seiner Familie in Oberpirk wohnt. Klar habe man vorher erst mal in Zahlung gehen müssen, und das nicht zu wenig. Doch man müsse auch über den Tellerrand hinaus schauen. "Wenn es zu wenige Haushalte gewesen wären, die sich anschließen lassen wollten, hätte der Zweckverband nicht gebaut." Deshalb gebe es da auch eine soziale Komponente, die man sehen müsse.

"90 Prozent der Einwohner, für die der Anschluss möglich ist, ist Voraussetzung, dass wir bauen", bestätigte Henning Scharch, Geschäftsführer beim Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland (Zwav). Er sei froh, dass es in Oberpirk so gut geklappt habe, man den Bau der Anlage auf den Weg gebracht habe. Anteil habe da besonders der Oberpirker Ortsvorsteher Uwe Schulz, der sich für den Bau der Kläranlage eingesetzt habe. "Unsere erste Versammlung im Dorf war am 24. April 2014. Die Gemeinde hatte dazu eingeladen", erinnerte Schulz. Es habe 14 Varianten mit immensen Preisunterschieden von bis zu 300 Prozent gegeben.


"Das gesamte Dorf konnte nicht angeschlossen werden, denn wir sind ein langes Straßendorf", berichtete der Ortsvorsteher. Das wäre finanziell nicht machbar gewesen. Die beste Variante sei schließlich gebaut worden. "Wir konnten dem Zweckverband eine Zustimmung von 94 Prozent übergeben", so Uwe Schulz nicht ohne Stolz. Und auf das Areal der Kläranlage zeigend: "In zehn Jahren ist hier alles grün." Denn es sei schon vormals geplant gewesen, den Bereich in Oberpirk nahe der Durchfahrtsstraße, wo sich jetzt die Kläranlage befindet, zu gestalten. Das ergebe sich jetzt. Schulz bedankte sich im Namen der Einwohner. "Ich bin froh, dass wir es als relativ kleines Dorf geschafft haben, so eine Anlage zu bauen. Und wir können uns alle noch in die Augen schauen."

Wie Scharch informierte, lagen die Zuzahlungen für die Einwohner je nach Leitungslänge zwischen 5000 und 9000 Euro. Insgesamt 1,1 Millionen Euro hat der Zwav in Oberpirk investiert. Genutzt wird die Kläranlage bereits von den Einwohnern.

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