Kretschmer zu Kurzvisite in Plauen

Der Ministerpräsident und die kleine Schwester

Plauen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, Foto) will nicht nur ankündigen, sondern auch liefern. Das bekräftigte er gestern bei einem Kurzbesuch in der Stadt Plauen. CDU-Fraktionschef Jörg Schmidt hatte den Ministerpräsidenten beim Bürgerdialog im Frühjahr in Reichenbach zum Gespräch eingeladen. Gestern löste Kretschmer das gegebene Versprechen ein und bummelte vor dem einstündigen Termin in der Fraktion gemeinsam mit Schmidt und dem Landtagsabgeordneten Frank Heidan kurz vom Komturhof über den Altmarkt zum Rathaus.

Dort angekommen, bezeichnete er die Stadt Plauen als "die kleine, schöne und reiche Schwester" seiner Heimatstadt Görlitz und wollte sich auch auf Nachfrage nicht in die "größere Schwester" korrigieren. Oberlausitzer und Vogtländer verbinde ja eines: Der noch nicht entschiedene Konflikt, wer den größeren Dickschädel habe, zeigte sich Kretschmer gut aufgelegt. Zum Ziel seiner Visite erklärte er, dass er mit Kommunalpolitikern seiner Partei über gemeinsame Ziele für Plauen und das Vogtland sprechen wolle.

Zugleich erinnerte Kretschmer sich an eine noch als CDU-Generalsekretär geführte Diskussion in Plauen zum Betreuungsschlüssel in Kindergärten. "Unsere Zusagen von damals sind ab 1. September Realität: 1:5 in der Krippe, 1:12 in Kitas", so Kretschmer. Dass das Vogtland jetzt nicht nur Vorreiter in der Breitbanderschließung sei, sondern der Freistaat auch alle Eigenanteile der Kommune übernehme, sei Heidan zu verdanken: "Der hat uns immer wieder gesagt, dass wir nicht die bestrafen können, die schon weit voran sind." Am Abend wurde Kretschmer in Treuen erwartet. Dort fand im Unternehmen Goldbeck der Jahresempfang der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT statt. (us)

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