Nachwuchs-Schneiderin hat Großes vor

Stadt für Kinder Erstmals können Grundschüler in Plauen nach- erleben, wie eine Stadt funktioniert. Mini- Modeexpertin Emily ist mit von der Partie.

Plauen.

Die Musik von Shakira und Wir sind Helden füllt die Korridore der Astrid-Lindgren-Grundschule. Dort "leben" die Hortkinder für eine Woche in ihrer selbsterrichteten Stadt "Kinderbunt". Unter all den fleißigen Arbeitern befindet sich auch die siebenjährige Emily. Die Zweitklässlerin ist in der Kinder-Schneiderei tätig - und bringt bereits erste Erfahrungen mit. "Ich habe schon oft mit meiner Oma zusammen genäht oder ausgeschnitten", berichtet sie. In der Kinderstadt werkelt sie momentan mit ihren "Mitarbeitern" an einer Wimpelkette. "Gerade habe ich die kleinen Dreiecke für die Wimpelkette ausgeschnitten", erklärt Emily. Das ist eine Tätigkeit, die ihr bei ihrer Arbeit besonders leicht fällt, wie sie erzählt. Doch Emily näht und schneidet nicht nur, sondern ist ebenfalls in der Kinderstadt als Model im Einsatz. "Das ist gar nicht so einfach. Das ständige Anprobieren von Kleidung kann ganz schön anstrengend sein. Aber ich übe jeden Tag."

Emily profitiert von dem neuen Ferienprojekt, wie sie sagt: "In der Kinderstadt habe ich den richtigen Umgang mit der Nähmaschine gelernt." Wenn die Schülerin groß ist, möchte sie einen eigenen Antiquitätenladen haben. Dort will sie ihr altes Spielzeug verkaufen, das sie nicht mehr braucht. In ihrer Freizeit ist die Mini-Schneiderin am liebsten draußen in der Natur unterwegs und entdeckt kleine Tierchen oder spielt Tischkicker mit ihren Freunden. Den Ferienspaß in der Kinderstadt findet sie prima: "Wenn ich ins Bett gehe, kann ich vor Aufregung nicht einschlafen, weil ich mich so auf den nächsten Tag - das Modeln und Schneidern - freue."

Dass die Kids Feuer und Flamme sind, bestätigt auch die Schulsozialarbeiterin Saskia Hendel: "In den Pausen wollen die Kinder gar nicht raus, sondern einfach weiterarbeiten." Hendel nutzt das Projekt auch zur Wissensvermittlung. So bringt sie den Hortkindern das Thema "Kinderrechte" nah. Sie ist positiv überrascht, wie gut die Kleinen mitarbeiten.

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