Neue Pläne für Verkehrserziehungsplatz

Mittlerweile sind fünf Standorte für einen zentralen Übungsort im Gespräch. Der Lindentempel ist nicht mehr erste Wahl.

Plauen.

Ampeln, Kreisel und Abbiegepfeile: Vieles, was die Großen im Straßenverkehr vorfinden, wird auf Verkehrserziehungsplätzen für Kinder realitätsnah dargestellt. Viertklässler sollen dort laut Lehrplan Radfahren nach Regeln lernen.

Einige Städte in Plauens Nachbarschaft haben schon seit Langem einen zentralen Verkehrserziehungsplatz für ihre Schulen. Auerbach zum Beispiel. Weil die Spitzenstadt nun endlich nachziehen will, hat sich Axel Markert von der Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV) dort informiert. Seine Beobachtungen hat er jetzt den Mitgliedern des Bildungsausschusses weitergegeben.

Außer einem Lagercontainer für die Räder existiere an dem Standort in Auerbach auch ein mobiler Schulungsraum. "Der Unterricht kann also in Praxis und Theorie stattfinden", so Markert. Eine solche "Jugendverkehrsschule" würde bis zu 80 Prozent gefördert, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien: Der Platz müsse etwa 2500 Quadratmeter groß sein, die Sanierung dürfe höchstens 65.000 Euro kosten, müsse von einem Verein betrieben werden - in dem Fall die Verkehrswacht Plauen - sowie eingezäunt und verschlossen sein. "Es besteht also keine Gefahr, dass auf dem Platz privat geübt wird", stellte Bürgermeister Steffen Zenner (CDU) fest.

Von der Verwaltung wurden im Ausschuss als mögliche Standorte die Wiese südlich der Wartburg-Grundschule im Chrieschwitzer Hang und der Hartplatz am Vogtlandstadion in Haselbrunn ins Gespräch gebracht. Bei beiden gebe es Pro und Contra, wobei für die Wiese die gute Straßenbahnanbindung sprechen würde. "Warum eignet sich denn nicht der schon vorhandene Übungsplatz unweit des Plauener Sportparks?", fragte Jörg Simmat, beratender Bürger der Linken. Das wolle man prüfen, ebenso, ob nicht das Areal an der Hainstraße infrage kommt, auf dem momentan noch das Schwimmbad steht.

Von dem bisher favorisierten Standort, dem alten Bolzplatz am Lindentempel, war indes nur noch kurz die Rede. Erstens eigne er sich nicht wegen des vorhanden Gefälles, das laut Markert eine Extra-Entwässerung für 50.000 Euro notwendig mache. Zweitens werde das Gelände kurz- oder mittelfristig von den Sportlern der SG Stahlbau benötigt, die am Lindentempel trainieren. "Wir wachsen stetig", so Vereinschef André Höfer, dem im Ausschuss Rederecht eingeräumt worden war. Wert lege man besonders auf die Kinder- und Jugendarbeit. Der Verein habe schon jetzt ein Platzproblem. GAV-Projektleiter Markert machte darauf aufmerksam, dass eine Erweiterung des Sportplatzes bisher nicht in der Prioritätenliste der Stadt auftauche, also auch kein Bedarf erklärt worden sei.

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