Vogtland-Arena als Insel im Automeer

Für die Weltcup-Veranstaltung in Klingenthal war 2013 das Verkehrskonzept überarbeitete worden - eine richtige Entscheidung, wie sich zeigt.

Klingenthal.

Nur wenige Minuten, nachdem gestern Abend in der Vogtland-Arena der Sieg des jungen Slowenen Domen Prevc feststand, konnten bereits die ersten Zuschauer in die Busse steigen, um wieder nach Hause, zu den Parkplätzen oder zum Bahnhof zu fahren. "Am Samstag hat alles funktioniert, und auch heute scheint alles zu klappen", hatte kurz vor Wettkampf- beginn Michael Leonhardt vom Verkehrsverbund Vogtland deutlich gemacht. Insgesamt standen mehr als 20 Busse zur Verfügung, um die Fans sicher an die Schanze und wieder zurück zu bringen.

Im Sommer 2013 war das aus dem Jahr 2005 stammende Verkehrskonzept für Veranstaltungen in der Vogtland-Arena noch einmal überarbeitet worden. Die Anlage bietet Platz für mehr als 20.000 Zuschauer. Etwa 5000 Parkplätze sind im Umfeld der Schanze ausgewiesen, weitere 2300 Parkplätze im Stadtgebiet und auf der Passhöhe Mühlleithen. Grund war, wie seinerzeit der damalige Landrat Tassilo Lenk erläuterte, dass die Mehrzahl der Besucher versucht, mit dem Pkw so nahe wie möglich in die Nähe der Vogtland-Arena zu kommen.


Rund 7300 Zuschauer waren am Samstag gekommen, gestern waren es knapp über 7000. Die meisten reisten dabei mit dem eigenen Auto an. Jeweils zwei Dutzend Mitglieder der Klingenthaler Feuerwehr sorgten am Samstag und gestern an der Schanze sowie in Mühlleithen für ein reibungsloses Parken. "Es waren Mitglieder aus allen Wachen von Mühlleithen bis Oberzwota dabei. Am Sonntag erhielten wir zudem Unterstützung der Wehr aus Syrau, die sich darum beworben hatte", zählte der Klingenthaler Stadtwehrleiter Jan Künzl auf.

Während am Samstag der Teamwettkampf lief, den die Polen gewannen, bauten Mitglieder des Technische Hilfswerks Plauen auf einer als Parkfläche genutzten Wiese nahe der Vogtland-Arena einen mobilen Scheinwerfer auf, damit in der Dunkelheit wieder alle den Weg zurück zu ihren Fahrzeugen fanden. Die Möglichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel nutzten vergleichsweise wenige Zuschauer. So stiegen am Samstag in Klingenthal aus Zügen der Vogtlandbahn 12.45 und 13.45 Uhr insgesamt knapp 20 Fahrgäste in die Busse um, die zur Vogtland-Arena fuhren. Allein am Samstag hatten sechs Reiseunternehmen aus Sachsen und Thüringen Busfahrten zum Weltcup organisiert.

Die Skisprung-Fans aus dem Vogtland waren an beiden Tagen generell in der Unterzahl, wie allein ein Blick auf die Kennzeichen zeigte. Aus Westsachsen und dem Leipziger Raum kamen viele Zuschauer, auch Oberfranken und Thüringen waren stark vertreten. Selbst aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen waren diesmal Fans gekommen. Bei den internationalen Gästen lagen die Polen knapp vor den Tschechen, aber auch aus Luxemburg und den Niederlanden waren Fans gekommen.

Probleme bei der Rückfahrt der Zuschauer in Richtung Erzgebirge bereitete am Samstagabend ein Unfall auf der B 283 zwischen Morgenröthe-Rautenkranz und Schönheide, die Straße war dadurch zeitweilig komplett gesperrt. Nach einem Zusammenstoß von zwei Skoda Octavia mussten drei Verletzte ins Krankenhaus gebracht werden. (mit emä)

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