Kreisräte von Konzept für Krankenhaus beeindruckt

CDU-Fraktion: Um- und Neubau in Mittweida und Rochlitz notwendig

Mittweida.

Die kreiseigene Krankenhausgesellschaft LMK hat bei der Neuausrichtung des Mittweidaer Krankenhauses erste Erfolge erzielt. Diese Einschätzung hat LMK-Geschäftsführer Florian Claus bei einem Treffen mit der CDU-/RBV-Fraktion im Kreistag Mittelsachsen vermittelt, in der sich die Kreisräte über die aktuelle Situation und Zukunft der Gesundheitseinrichtung informiert haben. "Besonders beeindruckt waren wir vom Konzept der LMK, neben der Weiterentwicklung bisheriger Kompetenzen neue Leistungsfelder zu schaffen und darüber hinaus medizinische Leuchttürme zu etablieren", sagte Fraktionsvorsitzender Jörg Woidniok.

Zu diesen in Mittweida etablierten "Leuchttürmen" zählt der LMK-Geschäftsführer unter anderem den Ausbau des Brustzentrums sowie die Weiterentwicklung des gastroenterologischen und viszeralchirurgischen Schwerpunkts zum Darmzentrum. Neue Bereiche seien zum Beispiel die Schlaganfallversorgung in Zusammenarbeit mit dem Schlaganfallnetzwerk Westsachsen, das Reflux-Zentrum für Patienten mit chronischen Refluxerkrankungen (Sodbrennen) und die eigenständige palliativmedizinische Einheit.

Wie Claus erklärte, sehe sich die LMK künftig nicht mehr "nur" als das Kreiskrankenhaus Mittweida, sondern eher als integrierter Gesundheitsversorger, der in Mittelsachsen rund 80.000 Patienten stationär und ambulant versorgt sowie in den Pflegeeinrichtungen rund 30.000 Pflegetage für Bewohner erbringt. Die LMK betreibt unter anderem auch ein Altenpflegeheim und eine Kurzzeitpflegeeinrichtung.

"Notwendig ist die angeschobene bauliche Weiterentwicklung des Krankenhauses am Stammsitz sowie in Rochlitz", erklärte Fraktionschef Woidniok. In Mittweida soll ein derzeit nicht für Stationen genutzter Altbau durch einen Neubau ersetzt werden. Das 2015 geschlossene Krankenhaus Rochlitz soll zum Gesundheits- und Pflegezentrum umgebaut werden. Die Fraktion dankt laut Woidniok den LMK-Mitarbeitern, welche mit ihren Leistungen und "insbesondere mit dem Gehaltsverzicht im Rahmen des Notlagentarifvertrages zur Weiterentwicklung des Klinikums wesentlich beitragen." Die Haustarifverträge laufen noch bis Ende 2020. Vor zwei Jahren war der Notlagentarif für die rund 430 Beschäftigten in der Klinik ausgehandelt worden. Demnach wurden die Gehälter der Belegschaft vorübergehend gesenkt, um die zuvor finanziell angeschlagene LMK wirtschaftlich zu stabilisieren.

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