13. November: Netzbetreiber schaltet auf digital um

Pyur bietet künftig nur noch digitale Programme an. Alle Haushalte sollten darüber informiert sein. Möglicherweise wird ein Sendersuchlauf nötig.

Zwickau.

Für alle Kunden des Kabelnetzbetreibers Pyur (ehemals Telecolumbus) in der Region Zwickau bricht am 13. November endgültig das digitale Zeitalter an. In den Morgenstunden dieses Tages werden die analogen Signale für den Radio-Empfang und sofern bisher noch nicht erfolgt auch für den TV-Empfang abgeschaltet. Von da an ist zumindest über das Kabel nur noch ein digitaler Empfang möglich. Die Umstellung gilt für alle Kunden des Netzbetreibers, unabhängig davon, bei welchem Vermieter sie ihre Wohnung haben. Zu tun ist für sie nichts, sofern alle Endgeräte für den digitalen Empfang ausgerüstet sind. Höchstens die Sender müssen nach der Umstellung per Suchlauf neu geordnet werden.

Dennoch haben die Großvermieter eigene Informationskampagnen gestartet. Wie der Pressesprecher der Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau, Steven Simmon, sagte, habe sein Unternehmen bereits im Sommer auf einer ganzen Seite in der Mieterzeitung informiert. "Zusätzlich haben wir Räume für Beratungsgespräche zur Verfügung gestellt", sagte Simmon. Grundsätzlich gilt bei der GGZ, ebenso wie bei anderen Großvermietern: Der Mieter ist Kunde bei Pyur und hat ausschließlich mit ihm ein Vertragsverhältnis. Damit sind die Vermieter auch bei möglicherweise auftretenden Problemen nicht haftbar.

Die Zwickauer Wohnungsbaugenossenschaft (ZWG) hat ihre Mieter im Oktober mit einem mehrseitigen Schreiben informiert und darin sowohl den Termin angekündigt als auch die Vorgehensweisen beschrieben. Betroffen ist auch ein Teil der Mieter der Wohnungsgesellschaft Wilkau-Haßlau. "Wir gehen davon aus, dass unsere Mieter vom Netzbetreiber entsprechend informiert wurden", sagte Geschäftsführer Andreas Hasse.

Wie Pyur mitteilte, kann es am Umschalttag zu einer kurzen Unterbrechung des TV-Empfangs, aber auch der Telefon- und Internetanschlüsse kommen. Es wird empfohlen, TV-Geräte und Modems in der Nacht der Umstellung am Strom zu lassen. Kunden mit alten Analoggeräten wie Röhren- oder älteren Flachbildschirmgeräten bis etwa Baujahr 2010 benötigen ab der Umstellung einen DVB-C-Receiver als Zusatzgerät, das die digitalen Signale entsprechend umwandelt. Alternativ hilft ein neuer Fernseher.

Bis zum Jahresende müssen in Sachsen alle analogen Signale abgeschaltet werden. Die meisten Kabelnetzbetreiber haben ihre Systeme bereits entsprechend umgestellt. Wie Pyur in einer Presseinformation mitteilte, schaffe der Wegfall der analogen Signale Platz im Kabelnetz. Das biete zusätzliche Kapazität für neue Angebote der hochauflösenden HD-Qualität. Zudem würden Kapazitäten frei gesetzt, die in Zukunft dafür sorgen sollen, die Breitband-Internetanschlüsse weiter zu beschleunigen.

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