Ankerberg wird startklar gemacht

Ab Freitag steppt auf dem Hügel neben dem Sachsenring der Bär. Der Campingplatz mit der Grand-Prix-Partymeile hat seine Abnahme hinter sich.

Oberlungwitz.

Die Rettungswege funktionieren, genügend Feuerlöscher sind vorhanden, ebenso die Anlagen für Strom- und Wasserversorgung, auch reichlich stille Örtchen. Aber um die 130 Dixi-Klos und 60 Container wird es bald richtig laut. Das ist erlaubt. Der Ankerberg hat seine behördliche Abnahme seit gestern hinter sich.

Ankerberg-Chef Enrico Matthes: "Daran habe ich nicht gezweifelt. Wir machen das ja nicht zum ersten Mal." Bürgermeister Thomas Hetzel (parteilos) ist mit Veranstalter GCS Event Lichtenstein zufrieden. "Es gab keinerlei Beanstandungen. Die Leute wissen aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre genau, worauf es ankommt und welche Auflagen sie zu erfüllen haben." Matthes hält die Fäden in der Hand, wenn auf dem Ankerberg die Gäste des Motorrad-Grand Prix für Party und Ausnahmezustand sorgen. Bereits 14 Tage vor dem Grand Prix hat seine Truppe mit dem Aufbau begonnen. "Wir nutzen etwa zwölf der insgesamt 60 Hektar", sagt Matthes. "Diesmal wieder ein anderes Stück der Fläche, damit der Grund und Boden nicht seinen Status als Ackerland verliert." Dort sind rund zwölf Kilometer Metallzäune aufgestellt worden, um die Rettungswege, Campingplatz und Party-Areal voneinander zu trennen. 14 Notstromaggregate, von denen einige seit gestern im Dauerbetrieb laufen, liefern rund 1,5 Megawatt elektrische Leistung. Damit werden auf dem Ankerberg 18 Imbiss-Stände, neun Cocktailbars, 13 Ausschankwagen, zwei kleine Bars sowie fünf Schausteller mit Strom versorgt. Angeschlossen sind zudem die 60 Toilettencontainer für die Camper, die auch über Dusche und Warmwasserversorgung verfügen. Dazu kommt die Open-Air-Bühne, auf der am Samstag die Musiker von der Rammstein-Coverband RMC die Gitarren auspacken, und der spektakuläre Partyturm, auf dem am Samstag DJ Mangelsdorf und ESKEI83 auflegen werden. "Alles in allem haben wir dafür sechs Kilometer Kabel verlegt", sagt Elektriker Jens Sprenger. stag/Sonntag kostet 50 Euro. Bei den ersten Campern, die noch während der Abnahme des Platzes auf dem Gelände eintrudelten, handelte es sich um eine Männertruppe aus Homburg (Saarland) "Wir sind quasi nur die Vorhut, fünf kommen am Donnerstag nach, sie müssen noch arbeiten", sagte Peter Sofsky (30), Schichtführender Meister in einer Seilfabrik. Vater Jürgen Sofsky ist mit 54 Lenzen der Alterspräsident der Truppe. "Für uns ist das so ein kleiner Zwischenurlaub", sagt er. Roland (52) und Max Kuntz (18), das zweite Vater-Sohn-Gespann, sowie Mirko Raquet (23) komplettieren das Camper-Quintett. Sie bauten gestern erst einmal ihr Schlafzelt auf und arretierten die große Leinwand-Villa übers Dach hinweg an drei Stellen mit Spanngurten an Erdankern. "Das sind Erfahrungswerte aus den vergangenen sechs Jahren. Hier auf dem Ankerberg weht ordentlich Wind", sagt Peter Sofsky.

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