Auf den Spuren des NSU: Jugendliche stellen Recherchen vor

Zwickau (dpa/sn) - Unter dem Motto «Kein Schlussstrich» stellen Jugendliche heute erste Ergebnisse der Zwickauer Geschichtswerkstatt zur Aufarbeitung der NSU-Verbrechen vor. Sie haben sich seit Anfang des Jahres in der westsächsischen Stadt auf die Suche nach Spuren des Terrortrios um Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe gemacht. Die rund 25 jungen Leute im Alter zwischen 14 und 27 Jahren fuhren unter anderem auch zum NSU-Prozess am Oberlandesgericht München, sagte Projektleiter Matthias Bley vom soziokulturellen Zentrum «Alter Gasometer» der Nachrichtenagentur dpa.

Zudem habe man sich mit Informanten des Verfassungsschutzes beschäftigt und Interviews mit Nachbarn der Orte geführt, an denen die Rechtsterroristen gelebt hätten. Auch mit Blick auf die jüngsten Ereignisse in Chemnitz sei es für die jungen Zwickauer wichtig, sich überhaupt mit dem Themenkomplex auseinanderzusetzen, sagte Bley. Das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro Sachsen wird durch das Programm «Demokratie leben» des Bundesministeriums für Familie und Jugend gefördert.

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