Bau-Boom beginnt im Februar

Für die sächsische Landesausstellung sind am Freitag erste konkrete Pläne vorgestellt werden. Für Zwickau Sichtbares passiert erst in einigen Monaten.

Zwickau.

Hamburger Hafenflair hält in Pölbitz Einzug, wenn die Landesausstellung am 25. April 2020 beginnt. Denn der Audi-Bau, der einst zur Horchfabrik gehörte, soll einen Anbau aus Schiffscontainern bekommen. Das sagte am Freitag Dieter Janosch, Leiter des sächsischen Immobilien- und Baumanagements.

In diesem Gebäude entsteht die Leitausstellung der Schau, die die Besucher auch an andere Orte in Sachsen führen wird. Für die Zwickauer Schau will der Freistaat das Erdgeschoss und die erste Etage des denkmalgeschützten Horchgebäudes umgestalten. Dazu hat Sachsen das Gebäude bereits 2018 vom Privateigentümer angemietet, bis dato wurde es jedoch lediglich ausgeräumt. "Bei unserem ersten Termin vor zwei Jahren standen hier noch Maschinen und Autos", erinnerte sich Janosch. Nun ist der Raum leer. Der zerkratzte Fußboden in ocker und die verstaubten, ehemals grünen Wände erinnern eher an das alte Rußzwigge und damit tatsächlich an ein Stück Industriekultur, die bei dieser Ausstellung im Fokus stehen soll. Im Februar beginnen Janosch zufolge die Ausbauarbeiten, indem einige leichte Wände verschwinden. Die erste Etage soll die Ausstellung beherbergen. Dazu werden noch die Fenster mit Folie zugeklebt. Der Rückweg führt die Besucher dann durch einen langen Flur im Erdgeschoss, in dem sich die sächsische Wirtschaft präsentieren kann.


Umbauten im Gebäude wird es kaum geben, sagte Kultusministerin Eva-Maria Stange. Da sich der Bau in Privatbesitz befindet, wird er anschließend nicht als Museum genutzt. So bekommt es der Eigentümer zwar saniert, sonst aber im Originalzustand zurück. Das ist auch der Grund dafür, dass Anbauten wie der Eingangsbereich sowie zwei Rampen an der Außenseite aus Schiffscontainern aufgebaut werden. Die können problemlos wieder abgebaut und dann anderweitig verwendet werden. Das ist zum einen preisgünstiger, zum anderen aber auch nachhaltiger, erklärte die Ministerin. Die gab am Freitag zu, dass man sich in Dresden die Suche nach einem geeigneten Gebäude einfacher vorgestellt hatte. Die angestrebten 110.000 Besucher in einem halben Jahr könne nicht jeder Bau aufnehmen. "Dafür sind selbst Industriebauten nicht ausgelegt."

Die Stadt Zwickau selbst ist an der Gestaltung der Ausstellung nicht beteiligt. Baubürgermeisterin Kathrin Köhler sagte, die Verwaltung sehe sich jedoch in der Pflicht, Anreise und Infrastruktur für die Gäste angenehm zu gestalten. So wird in diesem Jahr die Sanierung der Horchstraße komplettiert, auch die Audistraße wird gebaut. Zudem ist geplant, die Schau von der Autobahn und von der Innenstadt aus auszuschildern.

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