Behörde zahlt nichts für geplatzten Reifen

Ursache für kaputte Brücke konnte angeblich nicht gefunden werden

Kirchberg.

Der Lagenweißbacher Ralf Oertel bleibt wohl auf seinen Kosten für den neuen Reifen sitzen. Auch das Landesstraßenbauamt (Lasuv) fühlt sich dafür nicht verantwortlich, teilte die Behörde jetzt mit.

Am 26. Januar war Oertel auf der neuen Kirchberger Ortsumgehung unterwegs. Auf der Saupersdorfer Brücke holte er sich wegen einer hoch stehenden Metallspitze einen Platten. Just hinter ihm traf es ein weiteres Fahrzeug, bei dem gleich zwei Reifen kaputt gingen. Er wandt sich mit der Bitte um Schadensregulierung an die Kreisstraßenmeisterei. Deren Versicherung verwies an den Freistaat, dem die Straße gehöre. Der Landkreis habe die Straße regelmäßig kontrolliert, zuletzt am 24. Januar. Da sei alles in Ordnung gewesen. Das Lasuv sieht sich ebenso wenig in der Pflicht zu zahlen, weil es davon nichts wusste. Auch liege keine fahrlässige Unkenntnis vor, denn die Streckenwartung obliege ja dem Landkreis Zwickau. Lasuv-Sprecher Isabel Siebert erklärt: Die Einzelfallprüfung habe ergeben, dass eine schuldhafte Pflichtverletzung der Bediensteten des Lasuv als Schadensursache des Unfalles nicht vorliegt.


Im März hieß es freilich noch aus derselben Behörde, dass der Schaden durch die Beanspruchung im Winterdienst entstanden sei. Die Frage bleibt bis heute: Wie stellt sich eine Metallspitze auf einer Brücke derart auf? Wie könne ausgeschlossen werden, dass es ein Schneepflug war? Siebert: "Es konnte keine eindeutige Schadensursache ermittelt werden."

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