Benefizkonzert bringt 600 Euro ein

Ehemaliger Schumann-Preisträger Yves Henry gibt dem großen Zwickauer Sohn etwas zurück

Zwickau.

Er gilt als einer der Spezialisten in der Interpretation des romantischen Klavierrepertoires: Der Franzose Yves Henry gab am Samstag ein beachtenswertes Konzert im Zwickauer Robert-Schumann-Haus. Aufhorchen konnten die Gäste nicht nur wegen des Programmes, das Stücke aus der Feder von Robert und Clara Schumann bereithielt. Der Gast, der bereits in der gesamten Welt viel Applaus erhalten hat, verlangte auch keine Gage für diesen Auftritt.

Die Einnahmen aus diesem Programm sollen der Robert-Schumann-Gesellschaft zugute kommen, die sich um den musikalischen Nachlass von Zwickaus großem Sohn verdient macht. Auch sein Geburtshaus, das Museum und Sitz der Gesellschaft ist, muss unter- und erhalten werden. Dafür hat die Gesellschaft dank des Konzertes 600Euro mehr auf dem Konto - so groß sind die Einnahmen aus dem Verkauf der Konzertkarten nach Abzug der Reisekosten für den Pianisten.

Im Jahr 1981 gewann Yves Henry in Zwickau den ersten Preis im Robert-Schumann-Wettbewerb. Damals war er 22 Jahre alt und stand noch ganz am Anfang einer internationalen Karriere. Seine erste Langspielplatte veröffentlichte er 1983. Vor allem als Interpret romantischer Werke wie die von Schumann oder Chopin hat er sich weltweit einen Namen gemacht. Inzwischen ist Henry Dozent am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris sowie am dortigen Conservatoire à Rayonnement Régional. Außerdem hat er sich einen guten Ruf als Lehrer erarbeitet. Er gibt weltweit Meisterkurse in seinem Fach und arbeitet bei einer Reihe internationaler Wettbewerbe in der Jury mit. (sth)

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