Bergbaumuseum gibt Schachtern mit Kumpelgalerie ein Gesicht

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat der gelernte Tischler Erich Kunze sein Glück im Bergbau gesucht und gefunden. Das war nicht unbedingt vorhersehbar. Doch wegen des Holzmangels war in der direkten Nachkriegszeit für Tischler nichts zu tun. Und auch seine zweite Ausbildung - der Flugzeugbau - war in diesen Zeiten nicht gefragt. Anders war das im Bergbau. Dort war Arbeitskraft bitter notwendig. Also begann Erich Kunze dort als Hilfsarbeiter. So erzählt dessen Sohn Volkmar Kunze (74) die Geschichte seines 1993 verstorbenen Vaters. Er berichtet auch, wie sein Vater 1950 seine Hauerprüfung gemacht hat und nach Zwickau zum Direktstudium delegiert worden war. Zwischen 1951 und 1953 lernte er dort alles, was ein Steiger wissen musste. Als solcher arbeitete er dann ab 1953. Es sind solche Menschen, deren Gesichter im Bergbaumuseum im erz- gebirgischen Oelsnitz der Nachwelt präsentiert werden sollen. Geschehen wird dies im sogenannten Turmstützenraum. Die dortige Galerie haben die Planer Persönlichkeiten des Bergbaus und eben den zahlreichen einfachen Arbeitern und Angestellten vorbehalten. Museumsdirektor Jan Färber möchte die "Kumpelgalerie" schon zur Landesausstellung im nächsten Jahr präsentieren. Sie soll darüber hinaus Teil der Aus- stellung bleiben. Damit verbunden ist der Anspruch, auch etwas von dem Lebens- gefühl der Bergbaustadt Oelsnitz/E. beziehungsweise der Kohlenreviere zu transportieren. (bjost)

Fotos gesucht: Sie waren Bergmann oder Sie kennen jemanden, der auf dem Schacht gearbeitet hat - egal, ob in Oelsnitz, Gersdorf, Lugau oder in Zwickau. Sie möchten dem Bergbaumuseum Oelsnitz/E. Fotografien zur Verfügung stellen und haben eine Geschichte dazu? Dann melden Sie sich bitte beim Museum unter Ruf 037298 93940 oder per elektronischer Post. info@bergbaumuseum-oelsnitz.de

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