Burgrettung: Suche nach Zeitzeugen

Heinz Meier hält Vortrag zur Wiedereinweihung

Schönfels.

Wenn in wenigen Wochen die Sanierungsarbeiten im Bereich des Rittersaales der Schönfelser Burg beendet sind, soll es im Rahmen der Wiedereinweihung auch einen Vortrag geben. Als Referent wurde Heinz Meier gewonnen. Dafür sucht der 84-Jährige, der sich zu DDR-Zeiten als ehrenamtlicher Bauleiter federführend für den Erhalt der mittelalterlichen Wehranlage eingesetzt hatte, nach Zeitzeugen und Mitstreitern von damals.

Ungeachtet der seither vergangenen Zeit ist er optimistisch, dass sich einige Leute bei ihm melden könnten. "Es gelang mir in den Jahren zwischen 1965 und 1975, zahlreiche Helfer um mich zu scharen und sie für meine Ideen zu begeistern. Insbesondere Jugendliche der oberen Schulklassen packten seinerzeit kräftig mit zu", erinnert sich Meier. Der gebürtige Ebersbrunner war sich schon 1965 mit dem damaligen Schönfelser Bürgermeister Reinhold Ullmann einig, dass sowohl die Burg als auch die damals dort befindlichen Wohnungen erhalten werden müssten. Es folgten schätzungsweise 50.000 Stunden unentgeltlicher Aufbauarbeit, die von den Burgrettern nach Feierabend und an Wochenenden geleistet wurden. Gearbeitet wurde ohne staatlichen Auftrag und damit ohne die seinerzeit erforderlichen Bilanzmittel. Erst als die DDR-Oberen Anfang der 70er-Jahre auf die Idee kamen, die Burg im Rahmen des 450. Bauernkriegsjubiläums politisch für sich zu nutzten, floss endlich Geld. Bis dahin hatten Meier und seine Helfer die Burg aber praktisch schon vor dem drohenden Verfall gerettet. 1975 wurde das Burgmuseum offiziell eröffnet. Die Gemeinde erhielt den Vaterländischen Verdienstorden. Meier speiste man mit einer Prämie in Höhe von 300 DDR-Mark ab. (awo)

KontaktZeitzeugen melden sich bei Heinz Meier per Telefon 0170 8060993

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