Ein Sonntag zum Rausgehen

Richtig was los zu Pfingsten: Von der Ostalgie im Tierpark über das etwas ausgedehntere Quarksteinsingen bis zur Blasmusik im Wald reichte das Angebot.

Hirschfeld/Zwickau.

Wer zu Pfingsten kein spannendes Ausflugsziel für sich findet, der ist selber Schuld. Denn es war - auch abseits von Mühlentag und offenen Atelieren - einiges los in der Region. Dabei probierten die Organisatoren sowohl in Niedercrinitz als auch im Tierpark Hirschfeld etwas Neues aus.

Quarksteinsingen: Der Feuerwehrverein Niedercrinitz dehnte das traditionelle Quarksteinsingen in diesem Jahr um ein paar Stunden aus und kombinierte es mit einem Fest für die ganze Familie. Gleich zu Beginn sorgten die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte "Zwergenland" mit einem musikalischen Programm für Unterhaltung. "Dieses Jahr ist bei uns im Ort keine größere Feier geplant. Deshalb haben wir den Versuch gestartet und schon am Vormittag Angebote für Familien aufgefahren. Im Nachhinein werden wir uns zusammensetzen und überlegen, ob wir das so weiterführen oder ob es bei einer einmaligen Aktion anlässlich der 20. Auflage des Quarksteinsingens bleibt", sagte Marcel Wagner, Vorsitzender des Vereins.


Tierpark Hirschfeld: Mit einer Neuerung wartete auch der Tierpark Hirschfeld auf. "Wir hatten bislang meist Puppentheateraufführungen für Kinder. Diesmal haben wir ein Stück mit richtigen Menschen im Programm, das sicherlich auch für Erwachsene interessant ist. Ich bin selbst gespannt, wie das bei den Besuchern ankommt", so Tierparkleiterin Ramona Demmler. Das Ganze entpuppte sich als eine musikalische Playback-Aneinanderreihung verschiedener Märchen, Figuren aus dem DDR-Fernsehen sowie der Kinderliteratur.

Eine Aktion, die im vergangenen Jahr Premiere feierte, erfreute sich auch am Sonntag wieder regen Zuspruchs. Imker Dieter Scharf bot Neugierigen und "Süßguschen" die Möglichkeit, selbst ein Glas frisch geschleuderten Tierparkhonig abzufüllen und zu kaufen. "Ich habe seit vergangenem Jahr mehrere Völker hier stehen. Tierparkhonig ist keine Sortenbezeichnung, sondern ein Frühtracht, die die Bienen im Umkreis von etwa drei Kilometer einsammeln", erläuterte Scharf. Maria-Magdalena Müller-Schneider aus Lichtenstein, die gemeinsam mit ihrem Sohn Leon den Honig probierte, war vom Geschmack begeistert. "Er schmeckt irgendwie intensiver und frischer als der Honig, den man sonst kennt." Der Tierparkhonig kann übrigens auch am Kassenhäuschen der Einrichtung erworben werden. Allerdings nur solange der Vorrat reicht.

Freilichtbühne Weißenborn: Im Zwickauer Stadtwald hatten sich rund 180 Besucher auf den Weg zum Sonntagskonzert gemacht, um knapp zwei Stunden lang der Blasmusik zu lauschen - im Schatten bei angenehmen 20 bis 25 Grad Celsius nicht nur für die Ohren ein Genuss. Die Scheffelberger Musikanten mit Michael Ott am Dirigentenpult spielten sowohl volkstümliche böhmische Blasmusik als auch Songs von Frantisek Kmoch, Ralph Siegel und Udo Jürgens. (mit rpk)

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