Frauen-Kunst kommt beim Publikum an

Wild romantischer Garten in Oberplanitz begeistert die Besucher. Delegation aus Kamerun knüpft Kontakte mit Westsächsischer Hochschule. FSV-Trainer Joe Enochs drückt Titelverteidiger USA bei WM die Daumen.

Sabine Malkhoff (54) hat am Tag des offenen Ateliers zahlreiche Besucher in ihrem wild romantischen Kunstgarten an der Oberplanitzer Uthmannstraße begrüßt. "Ich mache daserste Mal mit", sagte die künstlerische Leiterin des DVS Input Consult Zwickau. "Mein Hauptschwerpunkt ist Gartengestaltung, dann die lebensgroßen Figuren sowie naive und abstrakte Malerei." Elf traumhafte Sitzecken hat sie eingerichtet, mit viel Liebe gestaltet und in die Natur eingebunden, und das sehr abwechslungsreich: mal sonnig, mal schattig, mal grün, mal bunt. Den begeisterten Besuchern hat es gefallen. "Ich bin mit der Resonanz sehr zufrieden fürs erste Mal und hoffe für nächstes Wochenende auf genauso viel Andrang", erklärte die 54-Jährige, die sich am Tag der offenen Gartenpforte beteiligt. (tc)


Paul Guimezap, Präsident des Institutes Universitaire de la Côte, gehörte zu einer vierköpfigen Delegation aus Kamerun, die zur Vorbereitung einer Partnerschaft die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) besuchte. Die Gäste aus Logbessou trafen sich mit dem Rektor der WHZ, Prof. Dr. Stephan Kassel, der Leiterin des International Office, Adriana Slavcheva, Prof. Michael Scheffler und Yannick Nzeutche Kouamegne, um über den Inhalt eines Memorandum of Understanding als Basis künftiger Kooperationen zu sprechen. "Mein wissenschaftlicher Mitarbeiter, Yannick Nzeutche Kouamegne, kommt aus Kamerun und hat mir das zentralafrikanische Land auch hinsichtlich des Bildungs- und Wissenschaftssystems nahe gebracht", erklärt Michael Scheffler, Professor für Technische Mechanik und Maschinendynamik, der die Partnerschaft betreut. "Ich sehe gute Möglichkeiten, dass gerade im Bereich des Masterstudiums Studierende dieser privaten Hochschule zu uns kommen." Ein Ziel der Beratungen war es, gemeinsame Programme zu entwickeln. Den Gästen aus Afrika wurde die WHZ und das deutsche Bildungssystem vorgestellt. Auf dem Besuchsprogramm standen auch ein Empfang durch die Oberbürgermeisterin Pia Findeiß, Besichtigungen von VW Mosel und des August- Horch-Museums sowie Treffen mit der IHK und der DAK Zwickau. (fp)


Die "Murmelmädchen", Nicole Hartig (41) und Anja Roocke (44), gaben anlässlich des fünfjährigen Bestehens ihres Musik-Duos am Pfingstsonntag ein kostenloses Konzert im Hirschfelder Tierpark. Die beiden Powerfrauen aus Kirchberg wollten auf diese Weise ihren Beitrag zur Beseitigung der Sturmschäden in der Einrichtung leisten. "Wir haben nicht vor, Deutschlands Superstars werden, sondern wollen die Leute einfach nur mit unserer Musik unterhalten. Außerdem ist uns ganz wichtig, dass es Spaß macht", betonte Nicole Hartig. Bislang haben sich die "Murmelmädchen" darauf konzentriert, Titel anderer Interpreten auf ihre spezielle Art und Weise nachzuspielen. Knapp 40 Songs umfasst ihr Repertoire. Jetzt arbeiten sie daran, auch eigene Lieder zu produzieren. "Uns schwirren viele Ideen im Kopf herum. Es sollen deutschsprachige Lieder werden. Aber wir setzen uns mit der Veröffentlichung nicht unter Druck, sondern lassen uns mehr oder weniger treiben. Denn schließlich stehen wir beide voll im Berufsleben", so Anja Roocke. Zu hören sein werden die "Murmelmädchen" demnächst bei der Zwickauer Kulturmeile und erstmals auch im Rahmen des Kirchberger Altstadtfestes. (awo)


Olga Bartle (53) hat zum Kinderfest des Zwickauer Integrationsclubs "Impuls" ein Kinder-Puppenspiel inszeniert, das auf Russisch "Kot - naoborot" heißt, was übersetzt so viel wie "umgedrehter Kater" bedeutet. Die kreative Frau, eine passionierte und begnadete Bastlerin, hat für das 20-minütige Stück alle Puppen gestrickt und die Dekorationen angefertigt. Sie freute sich sehr über die begeistert aufgenommene Premierenaufführung. Sie hat alle Texte mit ihrem siebenköpfigen Darsteller-Team einstudiert, zu dem auch drei Mädchen aus der Republik Moldova gehören: die Schwestern Nica (8) und Arina Agapie (14) und ihre Freundin Ana-Maria Ojoga (12). Für die Mädchen, die seit knapp einem Jahr in Zwickau leben, ist Russisch eine Fremdsprache wie Deutsch. "Unsere Muttersprache ist Rumänisch, Russisch hatten wir als Zweitsprache in der Schule", sagt Ana-Maria, die die 6. Klasse der Humboldtschule besucht. "Sie haben das ganz toll gemacht, haben nicht nur alle Texte in Versform auswendig gelernt, alle Lieder selbst gesungen, sondern mehrere Puppen geführt", sagt Olga Bartle, die als Vereinsmitglied auch ehrenamtlich jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr den Zeichenkurs im Club "Impuls" leitet. "Die Drei sind auch ganz eifrige Zeichnerinnen und Malerinnen." Zu sehen sind ihre Arbeiten wie auch Olga Bartles faszinierende 3-D-Papierarbeiten im Vereinsraum an der Max-Pechstein-Straße 9, in dem stets alle willkommen sind. (lth)


Joe Enochs (47), Trainer des Fußball-Drittligisten FSV Zwickau, zählt nicht zu jenen, die beim Thema Frauenfußball abfällig abwinken. "Klar verfolge ich das", gesteht der Kalifornier. Die Spiele der WM 2003 in seiner Heimat hat der US-Amerikaner nicht live zu Hause verfolgen können, da Enochs zu jener Zeit bereits in Osnabrück lebte. Die Fernsehübertragung der WM-Auftaktpartie des dreifachen Weltmeisters in Reims gegen Thailand wollte er sich am Dienstagabend daheim anschauen. Er traut dem von Jill Ellis betreuten Team jedenfalls einiges zu, vielleicht sogar die erfolgreiche Titelverteidigung. "Die spielen einen echt guten Ball", lobt Joe Enochs. (tc)


Annett Göhre, Ballettdirektorin des Theaters Plauen-Zwickau, wird bei der letzten Vorstellung der Tanzminiaturen "Identität 2" am Sonntag, 15 Uhr im Malsaal zum letzten Mal als Tänzerin in ihrer autobiografischen Choreografie "Schwanengesang" zu erleben sein. Schonungslos ehrlich, entwaffnend amüsant und herzzerreißend berührend, lässt sie darin ihre Tanzkarriere von den ersten Schritten bis zum Abschied von der Bühne Revue passieren. Als Moderatorin bringt sie zusammen mit dem Dramaturgen André Meyer in "Identität 2" auch den Ballett-Neulingen ganz hervorragend die Welt des Tanztheaters näher. Am Montag wird sie zusammen mit ihrer Company in der letzten "Tanz+"-Veranstaltung der Spielzeit den Besuchern einen Rückblick auf die vergangene Saison geben. (lth)

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