FSV Zwickau trainiert unter erheblichen Bedenken

Der Verein will sich vom DFB nicht unter Druck setzen lassen

Zwickau.

Der FSV Zwickau hat am Sonntag das Training der ersten Mannschaft wieder aufgenommen. Allerdings macht der Verein in einer Mitteilung klar, dass er kein unnötiges Risiko für Spieler und Mitarbeiter eingehen will. Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der 3. Liga sieht der Vorstand skeptisch.

In dem Papier schildert der FSV ausführlich, dass für den Trainings- und Spielbetrieb die Freigabe durch das Zwickauer Gesundheitsamt maßgeblich ist und nicht Vorgaben des Verbands. Konkret geht es um das Hygienekonzept, das unter anderem einen Hygieneverantwortlichen vorsieht, der approbierter Arzt sein muss. Die Stelle ist ausgeschrieben, aber noch unbesetzt. Der FSV kritisiert den Deutschen Fußballbund (DFB), der von einem Spielbeginn in Liga 3 nach dem 25. Mai ausgeht, und zwar ungeachtet der vollständigen Umsetzung des Hygienekonzepts. Dazu der FSV-Vorstand: "Für den FSV Zwickau ist auch weiterhin die behördliche Anordnungslage und nicht etwa Drohungen von Verbandsfunktionären maßgeblich!" Aufgrund der Fürsorgepflicht und der gesellschaftlichen Verantwortung werde man darauf achten, dass das Hygienekonzept zu 100 Prozent umgesetzt wird.

Im Klartext kann das nur heißen: Findet sich kein Arzt oder meldet das Zwickauer Gesundheitsamt Bedenken an, wird der FSV nicht an Spielen teilnehmen. Der Verein glaubt zudem, dass das Sicherheitskonzept nicht eingehalten werden kann, weil im Freistaat zu wenig Polizeikräfte zur Absicherung der Spiele zur Verfügung stehen.

Für Montag ist ein freiwilliger Coronatest anberaumt. Danach soll sich entscheiden, ob das Kleingruppentraining fortgeführt wird.

 

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