Große Zuversicht vor dem Saisonstart

Nach neun Wochen Punktspielabstinenz wird es nun wieder ernst in der 3. Liga. Was wünschen andere große sportliche Aushängeschilder der Region dem FSV Zwickau für das neue Spieljahr?

Zwickau.

Zum vierten Mal startet der FSV Zwickau am heutigen Sonnabend in eine Drittliga-Saison. Die Anhänger der Rot-Weißen fiebern dem Auftakt entgegen, sie sind gespannt, ob die neu formierte Mannschaft an den respektablen siebenten Platz des vergangenen Spieljahres anknüpfen kann. Was trauen die Fans dem Team von Trainer Joe Enochs im Spieljahr 2019/20 zu?

Aus einer "Freie Presse"-Umfrage auf Facebook ist große Zuversicht herauszulesen. Mit 74 Prozent rechnet eine satte Mehrheit mit einem Platz im Mittelfeld. 26 Prozent befürchten, dass dem FSV ein Kampf gegen den Abstieg droht. An der Umfrage nahmen 162 Personen teil. Weil das soziale Netzwerk nur zwei Antwortmöglichkeiten zulässt, taten einige ihre abweichende Meinung in Kommentaren kund. "Ich bin für den Aufstieg. Die Jungs sind diese Saison gut aufgestellt", schreibt Nadja Friede. Heiko Fetisch ergänzt: "Die Liga ist stark. Du musst ja nicht Erster werden um aufzusteigen. Rang 3 und Relegation reichen auch." Ebenfalls auf ein Abschneiden im oberen Bereich hofft Thomas Schubert für den FSV: "Zwischen Platz 1 und 4 ...wäre doch geil."


Zum Auftakt muss Zwickau beim SV Meppen ran. Auch bei den Emsländern hat sich das Kaderkarussell im Sommer heftig gedreht. Elf Abgängen stehen sechs Neuverpflichtungen gegenüber. Die Trauben dort hängen hoch. Bei den bisherigen zwei Drittliga-Vergleichen im Emsland gab es für die Westsachsen nichts zu holen (0:2, 0:4). Vielleicht ist im dritten Anlauf mehr drin?

Anstoß Los geht's am Sonnabend, 14 Uhr in der Hänsch-Arena Meppen. Schiedsrichter der Partie ist Tobias Reichel aus Sindelfingen.


Gute Wünsche von Eispiraten

Max Zerrenner (22), Mitarbeiter in der Geschäftsstelle des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau, drückt dem FSV Zwickau die Daumen. "Ich wünsche dem FSV eine ruhige Saison. Das bedeutet den sicheren Klassenerhalt ohne großes Zittern und wirtschaftliche Stabilität", sagt Max Zerrenner, der in seiner Freizeit selbst Fußball beim SV Ehrenhain spielt. Er wird, wie schon in den letzten Jahren, einige Spiele im Stadion verfolgen. Die Derbys gegen Magdeburg und Jena gehören für ihn zu den Pflichtterminen. "Die 3. Liga ist sehr attraktiv. Einen Teil der Spiele schaue ich bei Telekomsport", sagt Zerrenner. Er wäre schon zufrieden, wenn die Rot-Weißen zum Saisonstart in Meppen einen Punkt holen: "Ich tippe auf ein 1:1-Unentschieden, obwohl ich Zwickau einen dreckigen 1:0-Auswärtssieg wünschen würde." (hof)


BSV-Coach optimistisch

Norman Rentsch (39), Trainer des Handball-Zweitbundesligisten BSV Sachsen Zwickau, hofft auf einen erfolgreichen Saisonstart für das Team von Joe Enochs. "Ich wünsche dem FSV eine gute Saison, dass es der Mannschaft gelingen möge, die Ziele zu erreichen, die sie sich selbst gestellt hat. Der FSV soll Zwickau als Sportstadt würdig repräsentieren." Während einige Handballerinnen häufig im Stadion anzutreffen sind, gesteht der in Bockau lebende BSV-Trainer, dass er noch nie im "Schwanennest" war. "Wir sind als Leistungssportler halt viel unterwegs, und da ist man auch froh, wenn man mal zu Hause ist", begründet Rentsch. Einen Expertentipp abzugeben fällt ihm schwer. "Zumal es zum Anfang einer Saison immer schwer ist, die Leistung einzuordnen." Trotzdem lässt er sich eine Prognose entlocken: 2:1 für Zwickau. (tc)


Ratschlag vom Rennfahrer

Max Günther (19), Rennfahrer aus Hohenstein-Ernstthal, hat in seiner Sportart keinen Ball unter den Füßen, sondern das Gaspedal eines 320 PS-Autos. Für Fußball interessiert er sich dennoch. "Mein Bruder war mal Einlaufkind beim FSV", erinnert er sich. Er selbst hat noch kein Spiel in Zwickau miterlebt. "Aber viele meiner Freunde sind FSV-Fans, da bekomme ich in Gesprächen immer mit, wie sich das Team durch die Saison kämpft. Ich wünsche den Jungs das nötige Glück, einen straffen Schuss, dass sie viele Heimsiege einfahren und sich nicht in den Abstiegskampf verwickeln lassen." Er rät Cheftrainer Joe Enochs, die Jungs beim Training richtig ranzunehmen. "Das ist beim Motorsport nicht anders. Wenn du nicht hart trainierst, dann nützt auch der größte Siegeswille nichts. Sein Tipp: "Ich pokere mal bissel: 3:1 für FSV." (hpk)


Rollers drücken die Daumen

Marco Förster (40), Trainer des Rollstuhlbasketball-Bundesligisten BSC Rollers Zwickau, wünscht dem FSV "einen guten Start und starke Nerven über die gesamte Saison". Wo könnte sich der Fußball-Drittligist in dem starken Feld seiner Meinung nach einreihen? "Mit Demut und Disziplin ist alles möglich", ist Förster überzeugt - aus eigener Erfahrung. Der BSC-Trainer war schon einige Male als Zuschauer im Stadion Zwickau. Er hofft, dass sich auch 2019/20 eine Gelegenheit dazu bietet. "Wenn mein eigener Spielplan es zulässt, werde ich wie auch die letzten Jahre sicher einen Nachmittag mit meinem Sohn im Stadion weilen." Momentan tourt er mit seiner Familie durch die raue Landschaft Nord-Schottlands. Fürs Auftaktspiel beim SV Meppen tippt Marco Förster wie sein BSV-Amtskollege auf einen Zwickauer 2:1-Sieg. (tc)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...