Helfen und andere erfreuen

Schnitzer fertigt Schutzpatronin aus Holz. Junge Frau kümmert sich um die Eichhörnchenbande. Schatzmeister verleiht "Schwalbe-Plakette".

Mario Fickel, Schatzmeister der Regionalgruppe Zwickau des Naturschutzbundes, durfte jetzt erstmals eine "Schwalbe-Plakette" an Hauseigentümer im Raum Zwickau vergeben. Bezeichnenderweise ging die Auszeichnung an den "Schwalbenhof" in Oberrothenbach. Christian und Matthias Runtze, Chefduo der Gaststätte, nahmen die kleine Tafel mit der Aufschrift "Hier sind Schwalben willkommen" dankbar entgegen. Eine Zählung der beiden Gastronomen ergab, dass allein im zurückliegenden Jahr ein Dutzend Brutpaare der Mehlschwalbe auf dem Anwesen ihre Jungen aufgezogen hat. "Es ist leider keine Selbstverständlichkeit. In den vergangenen Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für die Mehlschwalben immer mehr verschlechtert", so Fickel. So benötigen die Vögel für ihren Nestbau Lehmpfützen, sie brauchen zur Aufzucht ihrer Jungen eine Vielzahl von Insekten und verursachen zudem schon mal ein wenig Schmutz. Auch deshalb sind manchem Hausbesitzer Schwalbennester an der Fassade ein Dorn im Auge. "Umso mehr freuen wir uns, dass es immer noch Leute gibt, die ein Herz für Schwalben haben", sagte Mario Fickel. (awo)

Silvio Handrick und sein Team vom Bereich Theaterpädagogik am Theater Zwickau durften sich vergangene Woche über eine Finanzspritze in Höhe von 5000 Euro freuen. Das Geld wurde bei einem Benefiz-Golfturnier der Lions Clubs Zwickau, Zwickau "Robert Schumann" und Crimmitschau-Werdau eingespielt. Es ist bereits das dritte Mal, dass die Lions der pädagogischen Arbeit am Theater auf diese Weise unter die Arme greifen. "Ich glaube, wir werden mit Sicherheit keine Probleme haben, das Geld sinnvoll für unsere Arbeit einzusetzen. Es gibt mehrere Projekte, für die wir es verwenden werden", sagte Silvio Handrick. Als konkrete Beispiele führte er Workshops an den Schulen sowie die Unterstützung des Theaterfestivals an. Gerade das Letztere sei insgesamt eine recht kostenintensive Angelegenheit. "Wenn dabei zwischen 200 und 300 Kinder zu uns kommen, müssen sie nicht nur betreut, sondern eben auch verköstigt werden." Eines machte Silvio Handrick aber auch deutlich: Die Lions können sich jederzeit selbst ein Bild davon machen, wie das von ihnen gespendete Geld verwendet wird. Es fließt wirklich zu 100 Prozent in die Arbeit der Theaterpädagogik. (awo)

Lucielle Klaus kümmert sich seit mehr als einem Jahr um Eichhörnchen. Die junge Frau baut aus eigenen Mitteln die Zwickauer Eichhörnchen-Notstation auf. "Anfang des Jahres kamen bereits 21 Hörnchen. Sie haben mir fast die Haare vom Kopf gefressen", sagt sie. Die "Eichhörnchenbande" ist dem Verein Eichhörnchen-Notruf angegliedert, dennoch muss sich die Einrichtung selbst tragen. Solange die Kleinen noch nicht selbstständig fressen können, werden sie alle vier Stunden nach Gewicht mit Katzen-Aufzuchtsmilch mittels einer selbst gebauten, zum Fläschchen umfunktionierten Spritze gefüttert. Sobald die Jungtiere Obst und Nüsse fressen können, wechseln sie, sofern die Jahreszeit es zulässt, in die Außenvoliere, in der sie das Klettern und Verstecken lernen. "Vier Hörnchen müssen noch bei mir überwintern, bevor ich sie auswildern kann, darum bin ich dringend auf Geld- und Haselnussspenden angewiesen", sagt Lucielle Klaus. (snic)

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Axel Herrig und Sascha Lien, die das Fernsehpublikum am Samstag in der MDR-Show "Stefanie Hertel - Meine Stars" als Hauptdarsteller der Tribute Liveshow "Falco meets Queen" erlebten, waren vor der Aufzeichnung der Show in zwei von Zwickaus Apotheken unterwegs. Gesucht hat Sascha Lien ein homöopathisches Mittel gegen Halsschmerzen, bekommen hat er es zwar nicht, dafür lernten die beiden Künstler Zwickaus Innenstadt kennen, von der sie sich echt beeindruckt zeigten. "Ich habe in denvergangenen Tagen sehr viel gearbeitet und danach ein bisschen zu viel gefeiert, sodass meine Stimme dabei in Mitleidenschaft gezogen wurde. Unser Auftritt in der Stefanie-Hertel-Show war dadurch aber nicht gefährdet, da dabei nicht live gesungen wird" , erklärte Sascha Lien, der zusammen mit Axel Herrig im März 2015 in der Stadthalle in Chemnitz mit dem Musical "Falco meets Mercury" für Begeisterung sorgte und am 15. Oktober erneut in Chemnitz zu erleben sein wird. "Wir haben aus dem Musical jetzt eine Musikshow gemacht, damit die Fans noch mehr Songs zu hören bekommen und unsere Liveband neben den Tänzern richtig zur Geltung kommt", sagt Axel Herrig. (lth)

Benjamin Schumacher (39) ist es maßgeblich zu verdanken, dass der auf Langenweißbacher Flur befindliche Engländer stolln samt Huthaus und Zechenplatz jetzt auch sichtbar unter dem Schutz der Heiligen Barbara steht. Der Wiesenburger hat eine Statue der Schutzpatronin der Bergleute geschnitzt. Anlässlich des Tages des offenen Denkmals übergab er die Skulptur offiziell an die Kirchberger Natur- und Heimatfreunde, in deren Auftrag er die Späne fliegen ließ. "Dem Verein schwebte auf Grundlage des zur Verfügung stehenden Budgets eine gewisse Größe der Figur vor. Damit das Ganze auch ansehnlich wurde, habe ich von mir aus die Barbara einfach etwas größer gestaltet, ohne den Verein deswegen mit zusätzlichen Kosten zu belasten." Die größte Herausforderung beim Schnitzen der Schutzpatronin sei die Gestaltung des Gesichtes gewesen. "Als Vorlage standen mir zwar diverse Bilder der Heiligen Barbara zur Verfügung, aber ein Frauengesicht in Holz zu bannen ist immer irgendwie schwierig - zumindest für mich." Benjamin Schumacher schnitzt seit seinem zehnten Lebensjahr. Seine Sporen verdiente er sich beim Cainsdorfer Schnitzverein. Mangels Zeit musste er seine Mitarbeit dort allerdings schon vor etlichen Jahren beenden, ist dem Schnitzen jedoch treu geblieben. (awo)

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