Hier macht Sport Spaß

Für 1,2 Millionen Euro wurde die zu DDR-Zeiten errichtete Halle am BSZ in Werdau in eine moderne Trainingsstätte umgebaut.

Werdau.

Spielend leicht und elegant sah das aus, was Laura Raffel den geladenen Gästen am Donnerstagmittag auf der Matte in der sanierten Sporthalle des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) für Wirtschaft, Gesundheit und Technik in Werdau bot. Die heute 19-Jährige hat bereits mit fünf Jahren bei Traktor Neukirchen mit dem Turnen begonnen. Jetzt ist sie Schülerin der 13. Wirtschafts-Klasse im BSZ. "Die Halle ist wirklich toll geworden. Da macht der Sportunterricht noch mehr Spaß", sagte die Lauterbacherin. Ihr Sportlehrer Lutz Lehmann konnte das nur bestätigen. "Die Bedingungen sind wirklich gut. Es ist eine schöne Halle mit hoher Funktionalität", sagte der Pädagoge, der seit 2002 in Werdau unterrichtet.

Ein Jahr lang mussten die BSZ-Schüler per Shuttleverkehr zum Sportunterricht ins Koberbachcentrum nach Langenhessen. Dass diese Zeiten vorbei sind, darüber freute sich Schulleiterin Helga Schmidt. Sie bedankte sich außerdem für die sehr gute Zusammenarbeit mit den Zuständigen im Landratsamt, den Planern und Unternehmen und lobte vor allem BSZ-Hausmeister Gerd Wobst, der immer ein offenes Ohr für alle Sorgen und Nöte der an dieser Sanierung Beteiligten hatte.

Die erste Beigeordnete des Landrates, Angelika Hölzel, war am Donnerstag die Stimme von Landrat Christoph Scheurer (CDU), der wegen akuter Heiserkeit auf eine Ansprache zur Eröffnung verzichten musste. "Der Landkreis Zwickau hat innerhalb des Förderprogramms ,Brücken in die Zukunft' 19 Millionen Euro zur Verfügung gestellt bekommen. Davon fließen allein 13,5 Millionen Euro in die Sanierung der Schulen." Hölzel stellte weitere Baumaßnahmen am Schulzentrum in Werdau in Aussicht, wenn der Kreistag seine Zustimmung gibt. Unter anderem sollen Arbeiten zur Verbesserung der Barrierefreiheit in der Einrichtung stattfinden, in der 1200 Jugendliche an den Standorten in Werdau und am Dr.-Friedrichs-Ring in Zwickau unterrichtet werden.


Fenster, die sich verdunkeln

Beginn für die Sanierung der Sporthalle war am 13. Juni 2017. Vier Ingenieurbüros und 22 Fachfirmen haben die Komplett-Erneuerung der Sporteinrichtung, die zu DDR-Zeiten gebaut wurde, geplant und umgesetzt.

Die Kosten betrugen rund 1,2 Millionen Euro. Zu 75 Prozent hat der Bund über das Programm "Brücken in die Zukunft" das Geld für die Arbeiten zur Verfügung gestellt.

Die Halle wurde komplett wärmegedämmt, eine neue Beleuchtung mit LED-Technik eingebaut, Umkleide- und Waschräume saniert, die Lüftungsanlage erneuert. Die Heizung befindet sich jetzt an der Hallendecke und ist unempfindlich gegen das Aufprallen von Bällen. Die großen Fensterscheiben dunkeln sich bei Sonne von selbst ab. Das ist vor allem in den Nachmittagsstunden innerhalb des Vereinssports perfekt. (rdl)

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